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Alltägliches

hmm...jetzt bin ich back in good-ole-germany und viel zu faul, noch weiter zu schreiben, weil irgendwie nichts wirklich spannendes passiert...und wenn doch, dann vergess ichs wieeder oder schreibs auf nen anderen blog...vielleicht sollte ich mir einen wiederzuhauseblog einrichten,aber das wäre dann wieder ein neuer blog...hmmm...mal sehen...heute abend fahre ich mit mon étoil zum roger cicero konzert nach dresden. da bin ich mal gespannt, wie es wird. doch davor muss ich noch fein meinen aufgabenzettel abarbeiten:

Bewerbung fürs Arbeitsamt [done]
Bewerbung für ABACUS [done]
Auto putzen [keine Lust]
Wäsche zusammenlegen [mach ich gleich]
Jazzartikel schreiben [mal sehen....]
mon étoil rauswerfen xD [done]

17.00 zu mon étoil
morgen 6.30 arbeiten!!!!
tagsüber Arbeitsamt anrufen

achjaaaaaa

 

und da sage mal einer ich habe nix zu tun....

aaaaaaah...

ich vermissa china

irgendwie geht das mit dem bloggen doch ganz einfach

werd den blog wohl doch behalten

ich häng einfach zu sehr daran

hachjaaaaaaa...erinnerungen

 

2.3.08 12:09


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Montag, 03. September 2007 Erster Schultag

Mein Morgen begann mit einer neuen Erkenntnis: eine riesige Kakerlake neben meinem Bett IST einfach mal eklig. Brrr. Ich bekomm immer noch eine Gänsehaut. Es ist zwar meine zweite Begegnung dieser Art, aber die erste war nicht drei Zentimeter groß, sondern sah eher wie ein gewöhnlicher Käfer aus.
Zunächst dachte ich, das Vieh sei tot, da es auf dem Rücken lag. Doch dann fing es an seine Beine und Fühler zu bewegen. Doch selbst, als ich gegen 17 Uhr von der Schule zurück kam, lag sie noch so da. Und bewegte sich wieder. Da hab ich Simon gerufen, der sie kurzerhand zertrat. Das hat so ein ekliges Geräusch gegeben, dass ich echt aufschrie. Mich ekelt vergleichsweise wenig an, aber wenn dann richtig, denn meine Phantasie ist einfach zu sehr entwickelt. Ich stell mir alles bildlich vor und habe mir auch schon ausgemalt, wie diese Kakerlake wohl in diese Position kam. Meine Lösung: Sie wollte das Bett hinaufkriechen, ist aber wieder hinuntergefallen. Können diese Biester auf Betten klettern? Ich hab voll die Panik. Denn Kristina hat mir in Beijing erzählt, dass, wenn man eine zertritt, das nächste Mal ganz viele kommen, weil sie das Blut riechen. Uah...Nachdem Simon sie zerknackt und auf den Bauch gedreht hatte (iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiih), kickte er sie quer durch mein Zimmer in die Küche, wo er sie irgendwie in den Mülleimer schob. Eklig. Eklig. Eklig.
Aber kommen wir zur Schule. Wenn man den Kommunismus sonst nicht in China merkt, in der Schule ist er anwesend. Am Schultor wird man mit einem Gruß von mit Scherpen behangenen Schülern begrüßt, die in meinen Augen wie kleine SOldaten agierten. Bis zur Fahnenhisszeremonie wurden Pionierähnliche Lieder gespielt, zu welchen Jerry meinte, er könne jedes Lied mitsingen, weil er als Kind auch damit zugedröhnt wurde. Überhaupt gibt es hier keine Klingel in unserem Sinne, sondern Lieder, die die Stunde beginnen und enden. Mozarts Radetzkymarsch ertönt zum Beginn jeder STunde, Bachs Menuett A Thema kann man am Ende hören. In der zweieinhalbstündigen Mittagspause schlafen die Schüler in ihren Klassenräumen auf Bänken und Stühlen. Ich glaube, das muss ich photografieren, damit ihr mir das glaubt.
Doch zu meinem Unterricht nun. Ich hatte heute nur drei Klassen, alle Klassenstufe 3. Zuerst die 3/1. Dort versuchte ich es das erste Mal mit der Vergabe von englischen Namen. Doch bei 56 Schülern ist das doch schon ein bisschen schwieriger als man denkt. Zum Einen können sich die Schüler selbst nicht einmal die Namen merken, geschweige denn aussprechen oder lesen oder schreiben. Und zum Anderen sah ich nicht mehr wirklich mit meinem SItzplan durch.
Die zweite Stunde bei der 3/4 war noch chaotischer. Denn diese Klasse war gespickt mit kleinen Satansbraten. Ein Junge in der ersten Reihe versuchte ununterbrochen meine Aufmerksamkeit zu erhaschen, indem er bei jeder Frage aufsprang und sich verbog, um bloß aufzufallen. Andere spielten Spielchen. EIner drehte mir den Rücken zu. Und manche wollten keine englischen Namen haben. Letztendlich hatte am Ende jeder von ihnen einen englischen Namen, doch das Problem blieb das gleiche: Sie konnten sie sich einfach nicht merken. Mir gings genauso.
Doch dann kam die Mittagspause und ich hatte genug Zeit, meinen Lesson Plan noch einmal zu überarbeiten. Ich wollte es einfach mit den Namen belassen und brachte den Kindern ein Lied bei. Das klappte ziemlich gut, denn nach ihrem MIttagsschlaf waren einige noch etwas benommen, wachte aber durch meine Aktionen im Lied auf. Nur hatte ich nicht damit gerechnet, dass sie es so schnell lernen, sodass ich aus Zeitgründen das Lied unzählig oft wiederholte. Im Grunde schiein das den Kindern nicht allzu viel auszumachen, doch es gab einige in der Klasse, die saßen einfach nur da. Und die scheinen mich dann auch nicht zu verstehen, wenn ich sie anspreche, sondern starren in die Luft. Was soll ich da machen?
Insgesamt werde ich 21 Klassen in einer Woche unterrichten, allerdings jede Klasse nur einmal pro Woche. Deswegen entschied ich mich jetzt gegen Namengebungen und überlass dies der Zeit. Dann habe ich auch noch die Themen der einzelnen Units bekommen, wobei es meine Aufgabe ist auf eher unkonventionelle Art die Stoffgebiete so zu wiederholen, dass die Kinder bestimmte Keyphrases bestens benutzen können. Also habe ich mir für die Dritten Klassen für Morgen ein mit Spielen gespickten Lesson Plan zum Zahlen lernen/wiederholen einfallen lassen. Hoffentlich ist das nicht zu schwer. Mal sehen. Und was ich mit meiner ersten fünften Klasse Morgen mache weiß ich noch nicht. Das Thema ist Party, aber wie genau ich das angehe, entscheide ich in meiner Freistunde.
Unterrichten ist so anstrengend.
Gute Nacht.
4.9.07 17:45


Samstag, 1. September 2007 Foshan erkunden

Ich wachte schon gegen 8 Uhr auf und hatte keine Ahnung, was ich nun so Schönes machen könnte. Also  habe ich mich erst einmal geduscht. Denn schon allein das ist ein lustiges Unterfangen. Wir haben eine Badewanne, welche aber nur zum Duschen genutzt werden soll. Ich werde mich sicher daran halten, denn da möchte ich mich gar nicht reinlegen. Das Problem ist aber auch, dass ich nicht mich zum Duschen nicht hinstellen kann, da die Brause sonst nicht über meine Schultern hinausreicht. Aus dieser Tatsache heraus, entschied ich mich erst normal zu duschen und dann die HAare zu waschen.
Gegen 9 war immer noch keiner von meinen Mitbewohnern wach, also holte ich mir ein bisschen Lektüre, meinen Ipod und legte mich aufs Sofa. Ich glaube erst gegen 10 bequemte sich MIcheal aus dem Bett, sodass ich wenigstens jemanden zum Reden hatte. Doch beide wussten wir nicht wie das nun mit MInnie geklärt war. Irgendwie wollten wir uns treffen, denn den Vortag rief sie an, um sich zu erkundigen, wann wir aufstehen würden. Wir sagten ihr gegen 9 und 10. Simon kam glaube ich gegen halb 11 oder sogar später aus seinem Raum. Er schien nichts geplant zu haben, denn er war die Ruhe selbst. Jetzt gab es erst einmal Frähstück: Ich hatte schon vorher eine Nashi-Birne verputzt, doch jetzt kamen noch drei trockene Toastscheiben und eine Art Dumpling hinzu. Der Dumpling war echt lecker.
Gegen zwölf überredeten wir Simon mit uns irgendwo chinesisch zum Mittag zu essen. Wir gingen in ein kleines Restaurant gleich in unserer Nähe. Ein großer Unterschied zu Peking ist schon einmal, dass man hier in jedem Restaurant soviel Tee wie nötig einfach zu jedem Gericht dazu bekommt. Doch das wird wahrscheinlich so sein, weil die Kantonesen grundsätzlich alles, was sie dann zum Essen benötigen, erst einmal abwaschen. Das heißt: Tee in die Reisschüssel, Chopsticks dazu und dann abwaschen. Fertig? Dann kommt der Tee in eine große Schüssel und wird wahrscheinlich weggeschüttet.
Nach dem Mittag machten wir uns ins Stadtinnere zum Shopping auf. Nun weiß ich endlich, warum Lavinia sich über unsere deutschen Shoppingmalls kaputt gelacht hat. Erstens sind gibt es meistens 6 Stockwerke und eine riesige Auswahl an Kleidung. Ich glaub, hier werde ich noch arm. Dann trafen wir Minnie, mein Buddy (Ansprechperson). Sie ist auch Lehrerin an der Schule und wird mich am Montag mit ihrem Motorroller abholen. Ich freue mich irgendwie jedes Mal wieder, wenn ich jemand neues kennen lerne. Die sind alle so nett. Und stellen mir immer die gleiche Frage: Wie groß bist du?
Zu viert sind wir ungefähr bis 16 Uhr zusammen durch die Gegend geschlendert und haben uns schön unterhalten. Der Foshan-Straßenverkehr ist ebenso gefährlich wie der Beijinger. Aber hier gibt es unzählige kleine irre Rollerfahrer.
ZUrück zu Hause, schaltete Simon erst einmal den Fernseher an. Der läuft bei ihm eh irgendwie die ganze Zeit. Hier gibt es auch einige englischsprachige Sender, aber irgendwie sind die trotzdem komisch.
Am Abend kam Michael mit ein paar bekannten Leuten aus Beijing nach Hause. Sie wollten gemeinsam in eine Bar und Simon sollte ihnen helfen. ZU der Zeit telefonierte ich gerade mit mon étoil und plötzlich war ich allein zu Haus. Ich dachte ja, dass wenigstens Simon wieder zurück kommt, da er zu mir meinte, er mag Bars nicht, aber nein, ich war ganz allein und totmüde. Also ging ich schließlich ins Bett.
4.9.07 17:44


Donnerstag, 30. August und Freitag, 31. August 2007 Anreise nach Foshan

Nach langem Warten befinde ich mich nun endlich in Foshan, im Süden Chinas, nur wenige Minuten von Guangzho entfernt. Die Reise im Zug war ziemlich abenteuerlich für mich. Und aus Neugierde, Vorfreude und Abenteuerlust ergab sich so eine Mischung, dass die 22 Stunden im Zug von Beijing nach Guangzho ziemlich schnell vergingen. Wir hatten jeweils zu sechst ein kleines Schlafabteil, welches allerdings nicht durch Türen verschlossen werden konnte. Das führte dazu, dass man sich wunderbar untereinander unterhalten, Betten tauschen und einfach mal nur rumlungern konnte. Alle dachten ich hätte Unmengen an Essen dabei, nur weil ich drei Beutel systematisch nach Trinken, Obst und Sonstiges unterteilt hatte. Und Elisa, generous wie sie ist, gibt natürlich jedem etwas ab, damit der Glaube an den SUpermarkt im Abteil 6 aufrechterhalten bleibt. Demnach hatte ich kein Mittag für den 31. mehr und ich wurde immer wieder mal nach Trinken, Essen oder einfach nur so nach Lebensmitteln gefragt. Ansonsten habe ich micht Krystof aus Polen und Julian aus Deutschland schön viel Chinese Chess gespielt. Nur schein ich gegen Jungs meistens zu verlieren. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich keine richtige, offensive Taktik habe, sondern meistens einfach nur meinen General verteidige. Gegen Tracey habe ich allerdings immer gewonnen. Nagut, ich habs ihr ja auch erst beigebracht.
Aber viel spannender wird wohl die Ankunft in Foshan sein. Erst einmal zu meinem Gepäck: Das zu schleppen hat mir erst einmal gezeigt wie viel Schweiß mein Körper zu produzieren vermag. Ich glaube ich habe noch nie so geschwitzt. Mir lief es echt in Bächen das Gesicht und den Nacken herunter. Klitschklatschnass wurden wir in einen eiskalt klimatisierten Bus gebracht. Und angekommen in der Foshan Experimental Middle School staunten wir alle nicht schlecht, als auf einer Leuchttafel "Willkommen Julian, Ronja, Mads, Emily, Graem, Kiran" stand. Weiterhin sahen wir einen Prachtbau von Schule vor uns. Von dieser Schule wurden wir dann von den Vertretern unserer Schule abgeholt. Simon ist Micheals Buddy, meiner Minnie. Doch ich wohne nun mit Michael und Simon zusammen in einer Wohnung. Diese Wohnung ist echt riesig, aber sehr spartanisch. Man sieht, dass Simon über ein halbes Jahr allein hier gewohnt hat. Es ist ziemlich dreckig, die Toilette ist ein Loch im Boden, die Spülung der Eimer Wasser daneben. Auch wenn das richtig abgewrackt klingt, ich find es irgendwie cool. Wann habe ich denn sonst die Möglichkeit mal diese Erfahrung zu machen. Vielleicht ist das nur die Anfangseuphorie, aber ich fand es toll, mit kalten Wasser zu duschen. Und ich habe hier einen riesigen Raum für mich allein. MIt einem großen großen großen Bett. Ich müsste mir nur eine Nachtischlampe kaufen, damit ich auch nach dem Ausschalten des Lichts etwas sehe. Denn mein Fenster scheint irgendwie nicht direkt nach draußen gerichtet zu sein. Ich sehe eine Wand, wenn ich hinausschaue.
Schon das Viertel, in dem unser Wohnhaus steht, sieht etwas schäbig aus, aber ich habe schon zwei Teeläden entdeckt. Ich glaube, wenn ich Photos von der Wohnung machen würde, würdet ihr denken ich lebe sonstwo. Aber ehrlich mir gefällt es. Irgendwie bin ich richtig stolz auf mich, dass ich nicht zu etepetete bin. Nur eins mag ich nicht: Den Geruch in meinem Zimmer. Aber vielleicht werde ich den noch los.
Nach unserer Ankunft wollte ich mich eigentlich erst einmal duschen, doch wir wurden gleich zum Abendbrot in einem westelichen Restaurant entführt. Es war schon ziemlich lecker. Und irgendwie schafften es die chinesischen Lehrer der Schule, dass ich mich fühlte, als kannten wir uns schon ewig. Es schien alles so natürlich freundlich interessiert. Einfach angenehm.
Und nach dem Essen gingen wir einkaufen, denn Michael hatte kein Kopfkissen und wir brauchten noch Trinkwasser und ein paar Kleinigkeiten. Ich hätte wohl noch eine ganze Menge Sachen gekauft, aber die chinesische Lehrerin, deren Namen ich leider wieder vergaß, kaufte wirklich nur das Nötigste. Möglicherweise lerne ich in den nächsten fünf Monaten die ärmere Seite von China kennen. Denn sie verlangen von uns nicht einmal "konservative Kleidung" zum Unterrichten. Sie meinten zu Michael so wie wir jetzt (er in Shorts und T-Shirt, Ich in Jeans) gekleidet seien, könnten wir auch unterrichten. Na, mal sehen. Morgen werde ich Minnie kennen lernen.
Ach ja, ich wurde innerhalb einer STunde wahrscheinlich drei Mal gefragt, wie groß ich sei. Keine Ahnung.
Und Simon vergaß zwischendurch meinen Namen und nannte mich Easyly (Isili). Und Minnie nannte mich dementsprechend genauso. Irgendwie lustig der Name.
Bis vor Kurzem habe ich mit Simon noch eine Partie chinesisches Schach gespielt. Schon zum Anfang meinte er zu mir, ich sei gleich tot. Von wegen. Am Ende gewann ich mit einem ziemlich hinterhältigen Trick. Er war ziemlich überrascht. Und ich solls niemandem erzählen.
Gute Nacht. mir geht's prima. Ich liebe dich, mon étoil.
4.9.07 17:44


Freitag, 24. August 2007 Chinese Chess

Auch wenn der heutige Tag nicht so spannend anfing, endete er doch mit zwei wunderbaren Erlebnissen: Erstens war ich mit Odette, Sergio und Felicia beim Friseur, um uns massieren zu lassen. Doch als wir dort ankamen, entschied ich mich kurzerhand für einen Kurzschnitt meiner mittlerweile viel zu langen Haare. Also bekamen wir ersteinmal alle eine ausgiebige Haarwäsche, dann bekamen Odette und Sergio jeweils eine Massage, bei mir schienen sie das vor lauter Haarschneiderei vergessen zu haben, aber egal, ich gehe am Dienstag vor der Graduationceremony mit Odette noch einmal dorthin. Und nach vielleicht einer, anderthalb Stunden, war meine Frisur fertig. Ich liebe chinesische Friseursalons/Friseure: sie sind sehr detailverliebt und machen alles sehr ausgiebig, ich werde nicht mit sinnlosen Fragen gelöchert, da ich kein Chinesisch und die Friseure kaum Englisch konnten, sie sind jung, haben Stil und mich hat das Ganze umgerechnet 2,70 € gekostet! Ja, ich glaube hier könnte ich mich an den Gedanken gewöhnen, alle vier Wochen zum Friseur zu gehen. Mal sehen wie es in Foshan aussieht. Jetzt geht's mir wieder richtig gut mit kruzem Haar. Und während wir auf Odette warteten, die sich ihr krausen Haare glätten ließ, sorgte Felicia für ein Treffen mit ihrem Kumpel Sebastian, der Deutsch studiert und mir endlich chinesisches Schach beibringen könnte. Joah...und dann saßen wir bis elf im Cafe und haben chinesisches Schach gespielt, wobei ich die zweite Partie schon mit Julian, auch aus Deutschland, spielte, der so wohl ebenso erpicht wie ich auf das Erlernen dieses Spiels war. Beim chinesischen Schach gibt es 5 Soldaten, 2 Kanonen, 2 Autos, 2 Minister, 2 Pferde, 2 Wächter und einen General, welcher ungefähr dem Wert des Königs im europäischen Schach entspricht. Das Spielfeld ist in der Mitte durch einen Fluss getrennt, welchen allerdings nur die Pferde, Kanonen, Soldaten und Autos überqueren können. Am Anfang dachte ich, ich könne diese Steine nie auseinander halten, denn sie sehen bis auf die chinesischen Zeichen gleich aus. Aber irgendwie ging das schon. Ich würde sogar sagen, es ist ein wenig einfacher als das Europäische Schach, aber das kann auch täuschen.
Zum Mittag habe ich Gong Bao Ji Ding in der Mensa gefunden, wobei das natürlich nicht an den Geschmack des Restaurants heran kam. Ich merke langsam echt, dass das Mensaessen hier nicht gerade das Beste ist. In den chinesischen Restaurants dagegen, könnte ich mich glatt ins Essen legen.
Und ansonsten habe ich mit mon étoil telefoniert. Ich glaube es gibt irgendwo jemanden, der bei uns immer an der Uhr dreht. Wie sonst kann ich mir das erklären, dass gefühlte 30 Minuten plötzlich anderthalb Stunden sind?
Ach ja, die Relativität.
Und wieder gehe ich relativ spät ins Bett: 23.39 Uhr.
Gute Nacht.
26.8.07 16:17


Donnerstag, 23. August 2007 Caught a cold

Ja, jetzt habe ich es geschafft, ich habe eine kleine aber feine Erkältung, die dazu führt, dass es gerade einmal halb neun Uhr abends ist und ich schon im Bett liege. Schließlich will ich Morgen nicht schon wieder mit kratzigem Hals, Kopfschmerzen und sehr seltsamen Schnupfen, der nur meine Nase blockiert, aber irgendwie nicht dazusein scheint. Aber Elisa weiß sich ja zu helfen: Tee trinken, Tee trinken, schlafen, Tee trinken, schlafen. Soweit so gut.
Heute erhielten wir die Nachricht, dass sämtliche Platzierungen an den Schulen rund um Zhongshan nun verändert wurden. Zum Einen habe ich nun Hoffnung auf vielleicht ältere Schüler, zum Anderen muss ich natürlich wieder warten.
Man merkt auch so langsam, dass sich hier nun alles dem Ende zuneigt: Wir haben zwar eine ganze Menge Sel-study-tasks auf, aber es ist nur noch ein Assignment zu bewältigen, welches diesmal keine kreative Ader, sondern nur Grammarwissen benötigt und dementsprechend schnell erledigt werden kann. Demnach haben wir auch abends schön viel Freizeit, die die meisten zum Ausgehen nutzen. Aber mit Erkältung wollte ich da nicht mitgehen. Bin müde.
Wahrscheinlich werde ich mir jetzt mal wieder Mulan anschauen. Ja, und ansonsten gibt es wieder nix besonderes zu berichten, außer vielleicht, dass ich möglicherweise Morgen die ersten 6 Postkarten losschicken werde. Mal sehen, ob das klappt.
26.8.07 16:16


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Am Lama-Tempel, das buddhistische Viertel von Beijing mit ganz vielen Räucherstäbchenläden

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Das ist eine Art Youth Hostel

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Mein gestriges Abendbrot: Obstsalat aus Granatapfel, Naschibirne und Mango

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Und das habe ich natürlich mit Stäbchen gegessen, obwohl die Granatapfelstückchen ganz schön tückisch waren

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Das ist kein Spielplatz...naja...jedenfalls nicht für Kinder...das ist das echt chinesische Outdoorfitnesscenter zur sportlichen Betätigung der Chinesen auf Vorbereitung der Olympischen Spiele

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So hatte ich vor, heute zum UNterricht zu gehen...als Lehrerin...aber da die Frisur von hinten einfach mal grottig aussah, ging ich in Elisatypsciher Kuddelmuddelfrisur

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unsere Infotafel

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Und das bin ich als Lehrerin

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Die Testschüler

 

 

 

 

15.8.07 12:53


Freitag, 10. August 2007 Silkmarket

Wieder einmal ein typischer Schultag: Bis 16.15 Unterricht und sonst nix weiter geplant. Doch dann kamen Ronja und Katharina mit der Idee irgendetwas zu machen. Ich sagte zu, unter der Bedingung, dass wir in einer kleinen Gruppe mit maximal 4 Leuten gehen. Das schien sie nicht weiter zu interessieren. Denn als wir uns 18.00 Uhr trafen, mussten wir noch für eine halbe Stunde auf Julian warten, der allerdings nur Volleyball spielen wollte. Während dieser halben STunde wurde zigtausendmal umgeworfen, was vor einigen Sekunden noch der aktuelle Treffpunkt für die nunmehr 8 Leute starke Gruppe war. Also hats mir irgendwann gereicht: Ich bin in die Rezeption gegangen, habe mir die Adresse auf chinesisch aufschreiben lassen und fuhr mit dem Taxi zum Silk Market, die Touristenattraktion zum Shoppen und Handeln schlechthin. Nur, bin ich erstens viel zu lieb und zweitens allein gewesen. Das hatte zur Folge, dass ich einen kitschigen Drachenanhänger mit Jaderand für 50 Yuan kaufte. Viel zu viel, wenn man überlegt, dass die unbedingt irgednwas verkaufen wollten. Naja, eigentlich habe ich den Drachen ja für mon étoil gekauft, aber das erscheint mir ihm einfach nicht würdig genug. Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich weder um echtes Silber noch um echte Jade handelt. Warum ich es dann gekauft habe? Keine Ahnung, wahrscheinlich damit mich die Verkäuferinnen in Ruhe lassen und nicht umsonst nach einem Drachen gesucht haben.
Da ich bereits für die Taxifahrt ganze 30 Yuan berappen musste, hatte ich mit der Taxifahrt zurück gerechnet, nur noch knapp 10 Yuan zur Verfügung. Was soll man dafür schon kaufen. Demnach machte ich mich einfach mal auf, eine Subwaystation zu finden. Das klappte sogar. Ich musste nur dreimal hin und her laufen, um herauszufinden, wo ich überhaupt war und wie ich schnellstens nach Hause komme. Nachdem ich das schon mal herausgefunden hatte, beschloss ich mir noch einmal das "Hey..Miss...Come Look....Miss ...:Want Dolce und Gabbana....Miss....." von den sehr nervigen Verkäufern anzuhören. Denn nun hatte ich ja plötzlicih 25 Yuan mehr zur Verfügung. Doch ich kaufte mir nix mehr. Alleine durch die Gegend zu rennen ist einfach zu langweilig.
Als ich an der Wohnungstür ankam, stellte ich fest, dass ich meinen Schlüssel mal wieder im Zimmer gelassen hatte und meine Mitbewohnerinnen noch nicht zurück waren. Da ich so dringend auf Toilette musste, hatte ich keine Lust bis vor zur Rezeption zu rennen und wieder zurück zu kommen. Also warten. Zum Glück kam nach ungefähr 20 Minuten Kristin von ihrem dänischen Abendbrot zurück.
Ab nächsten Dienstag haben wir schon Teaching Practice mit echten chinesischen Kindern. Und damit es ein System gibt, wurden wir alle eingeteil. Ich bin in der red group der Buchstabe F und werde Middle School children unterrichten. Da bin ich ja mal gespannt. Denn wir müssen dann zu jeder Stunde einen Lesson Plan schreiben, wobei wir den auch für unser Drittes Assignment verwenden können. Das Zweite muss bis Dienstag fertig sein. Also werde ich dieses Wochenende ziemlich zu tun haben. Mal sehen, wie ich das so meistere.
Gute Nacht.
11.8.07 17:26


Bilder again!!!!

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Mein Frühstück vor zwei Tagen....Cornflakes mit Chosticks....yeah...Chopsticks rule....

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vor der Kaligraphiestunde

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während der Kaligraphiestunde

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mein Ice-blended Pomelo Honey Tea

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die Subway....am 08.08.07 gegen 8.00 Uhr abends

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Beijings Straße am Abend

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Blauer Himmel...in Beijing...ein Wunder!!!

 

9.8.07 13:40


MIttwoch, 08. August 2007 Tian'namen square

Heute war wieder ein typischer Campustag, an dem eben nichts Atemberaubendes passiert ist. Heute mussten wir die Assignments abgeben. Mal sehen wie meins wird. Da bin ich wirklich gespannt. Man, ich habe echt nicht viel zu schrieben, außer vielleicht, dass heute am 8.8.2007 der Countdown zum Beginn der Olympischen Spiele in Beijing am 08.08.2008 um 08.08 pm runtergezählt wurde. Und zwar am Tian'namen Square. Also wollten wir dahin, um den ganzen Trubel mitzuerleben. Da wir aber ständig auf irgendjemanden warten mussten, kamen wir erst ziemlich spät los, was dazu führte, dass wir gar nicht mehr auf den Platz kamen, sondern nur im Kreis von Massen von Leuten und Polizisten durch die Gegend geschoben wurden. Also fuhr ich nach Hause, nahm eine Dusche und landete hier. Fertig.
9.8.07 13:11


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