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Chinesische Toiletten

Chinesische Toiletten

Die sanitären Anlagen sind ein Kapitel für sich. Denn jeder braucht sie, benutzt sie und wundert sich doch irgendwie über sie. Chinesische Toiletten sind meistens ein Loch im Boden. Öffentliche Toiletten verfügen meistens noch über eine Spülung, welche in der eigenen Wohnung dann eher durch einen Wassereimer mit Schöpfkelle ersetzt wird. Einmal ist es mir auch untergekommen, dass die Öffentliche Toilette lediglich eine Art Graben mit Trennwänden war. Also hockte man sich über diesen Graben und irgendwie bewegte sich dann automatisch schon alles woanders hin. Eine Spülung in dem SInne gab es dort nicht. In KTV, manchen Restaurants, oder anderen Touristenplätzen findet man durchaus auch westliche Toiletten. Die wiederum sind jedoch an asiatische Hintern angepasst und haben somit kleinere Becken. Nach einem guten halben Jahr nun finde ich solche Toiletten natürlich total unbequem und hocke mich lieber gute zehn Minuten hin. Warum? Gut, zähle ich mal die Vorteile eines Hockklos auf. Erstens, man braucht sich nicht auf eine verkeimte Klobrille setzen. Zweitens, irgendwie fühlt man sich da chinesischer. Drittens, ach, mir fällt schon nichts positives in dem Sinne mehr ein, aber irgendwie find ich diese Toiletten doch lustiger. Da kann man sich wenigstens drauf verlassen, dass, wenn die Toilette mal besetzt ist, eine Wartezeit von 20 Minuten und mehr entfällt, da Hocken ja doch schon irgendwie auf die Beine geht.
Negativ wirkt sich jedoch aus, dass bei Treffunsicherheit, egal ob von männlicher oder weiblicher Seite, die Lache langsam über den restlichen Badezimmerboden kriecht und das einfach mal eklig ist. Das Toilettenpapier wirft man selten in die Toilette, meistens eher in die nächste Ecke daneben oder in den dafür vorgesehenen Papierkorb. In öffentlichen Toiletten fehlt dieser und es ergibt sich, für Frauen vor allem, ein Bild, da möchte man sich nicht nur durch den After entleeren.
Schnell etwas anderes. Was auch noch sehr interessant an chinesischen Toiletten ist: Die Trenntüren/Wände. Wenn denn welche existieren. Chinesen scheinen ein sehr kommunikatives Völkchen zu sein, welches es liebt auch der Toiletten miteinander zu reden. Bisher nix neues. Machen Deutsche ja auch. Aber: In China kann man sich dabei angucken. Denn zum Großen Teil gibt es ein öffentlichen Toiletten nur Teiltrennwände, die zwar halbwegs den entblößten Hintern beim Hocken verdecken, sonst aber eher zur Zierde dastehen.

14.1.08 08:51
 


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