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Montag, 03. September 2007 Erster Schultag

Mein Morgen begann mit einer neuen Erkenntnis: eine riesige Kakerlake neben meinem Bett IST einfach mal eklig. Brrr. Ich bekomm immer noch eine Gänsehaut. Es ist zwar meine zweite Begegnung dieser Art, aber die erste war nicht drei Zentimeter groß, sondern sah eher wie ein gewöhnlicher Käfer aus.
Zunächst dachte ich, das Vieh sei tot, da es auf dem Rücken lag. Doch dann fing es an seine Beine und Fühler zu bewegen. Doch selbst, als ich gegen 17 Uhr von der Schule zurück kam, lag sie noch so da. Und bewegte sich wieder. Da hab ich Simon gerufen, der sie kurzerhand zertrat. Das hat so ein ekliges Geräusch gegeben, dass ich echt aufschrie. Mich ekelt vergleichsweise wenig an, aber wenn dann richtig, denn meine Phantasie ist einfach zu sehr entwickelt. Ich stell mir alles bildlich vor und habe mir auch schon ausgemalt, wie diese Kakerlake wohl in diese Position kam. Meine Lösung: Sie wollte das Bett hinaufkriechen, ist aber wieder hinuntergefallen. Können diese Biester auf Betten klettern? Ich hab voll die Panik. Denn Kristina hat mir in Beijing erzählt, dass, wenn man eine zertritt, das nächste Mal ganz viele kommen, weil sie das Blut riechen. Uah...Nachdem Simon sie zerknackt und auf den Bauch gedreht hatte (iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiih), kickte er sie quer durch mein Zimmer in die Küche, wo er sie irgendwie in den Mülleimer schob. Eklig. Eklig. Eklig.
Aber kommen wir zur Schule. Wenn man den Kommunismus sonst nicht in China merkt, in der Schule ist er anwesend. Am Schultor wird man mit einem Gruß von mit Scherpen behangenen Schülern begrüßt, die in meinen Augen wie kleine SOldaten agierten. Bis zur Fahnenhisszeremonie wurden Pionierähnliche Lieder gespielt, zu welchen Jerry meinte, er könne jedes Lied mitsingen, weil er als Kind auch damit zugedröhnt wurde. Überhaupt gibt es hier keine Klingel in unserem Sinne, sondern Lieder, die die Stunde beginnen und enden. Mozarts Radetzkymarsch ertönt zum Beginn jeder STunde, Bachs Menuett A Thema kann man am Ende hören. In der zweieinhalbstündigen Mittagspause schlafen die Schüler in ihren Klassenräumen auf Bänken und Stühlen. Ich glaube, das muss ich photografieren, damit ihr mir das glaubt.
Doch zu meinem Unterricht nun. Ich hatte heute nur drei Klassen, alle Klassenstufe 3. Zuerst die 3/1. Dort versuchte ich es das erste Mal mit der Vergabe von englischen Namen. Doch bei 56 Schülern ist das doch schon ein bisschen schwieriger als man denkt. Zum Einen können sich die Schüler selbst nicht einmal die Namen merken, geschweige denn aussprechen oder lesen oder schreiben. Und zum Anderen sah ich nicht mehr wirklich mit meinem SItzplan durch.
Die zweite Stunde bei der 3/4 war noch chaotischer. Denn diese Klasse war gespickt mit kleinen Satansbraten. Ein Junge in der ersten Reihe versuchte ununterbrochen meine Aufmerksamkeit zu erhaschen, indem er bei jeder Frage aufsprang und sich verbog, um bloß aufzufallen. Andere spielten Spielchen. EIner drehte mir den Rücken zu. Und manche wollten keine englischen Namen haben. Letztendlich hatte am Ende jeder von ihnen einen englischen Namen, doch das Problem blieb das gleiche: Sie konnten sie sich einfach nicht merken. Mir gings genauso.
Doch dann kam die Mittagspause und ich hatte genug Zeit, meinen Lesson Plan noch einmal zu überarbeiten. Ich wollte es einfach mit den Namen belassen und brachte den Kindern ein Lied bei. Das klappte ziemlich gut, denn nach ihrem MIttagsschlaf waren einige noch etwas benommen, wachte aber durch meine Aktionen im Lied auf. Nur hatte ich nicht damit gerechnet, dass sie es so schnell lernen, sodass ich aus Zeitgründen das Lied unzählig oft wiederholte. Im Grunde schiein das den Kindern nicht allzu viel auszumachen, doch es gab einige in der Klasse, die saßen einfach nur da. Und die scheinen mich dann auch nicht zu verstehen, wenn ich sie anspreche, sondern starren in die Luft. Was soll ich da machen?
Insgesamt werde ich 21 Klassen in einer Woche unterrichten, allerdings jede Klasse nur einmal pro Woche. Deswegen entschied ich mich jetzt gegen Namengebungen und überlass dies der Zeit. Dann habe ich auch noch die Themen der einzelnen Units bekommen, wobei es meine Aufgabe ist auf eher unkonventionelle Art die Stoffgebiete so zu wiederholen, dass die Kinder bestimmte Keyphrases bestens benutzen können. Also habe ich mir für die Dritten Klassen für Morgen ein mit Spielen gespickten Lesson Plan zum Zahlen lernen/wiederholen einfallen lassen. Hoffentlich ist das nicht zu schwer. Mal sehen. Und was ich mit meiner ersten fünften Klasse Morgen mache weiß ich noch nicht. Das Thema ist Party, aber wie genau ich das angehe, entscheide ich in meiner Freistunde.
Unterrichten ist so anstrengend.
Gute Nacht.
4.9.07 17:45
 


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