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Donnerstag, 30. August und Freitag, 31. August 2007 Anreise nach Foshan

Nach langem Warten befinde ich mich nun endlich in Foshan, im Süden Chinas, nur wenige Minuten von Guangzho entfernt. Die Reise im Zug war ziemlich abenteuerlich für mich. Und aus Neugierde, Vorfreude und Abenteuerlust ergab sich so eine Mischung, dass die 22 Stunden im Zug von Beijing nach Guangzho ziemlich schnell vergingen. Wir hatten jeweils zu sechst ein kleines Schlafabteil, welches allerdings nicht durch Türen verschlossen werden konnte. Das führte dazu, dass man sich wunderbar untereinander unterhalten, Betten tauschen und einfach mal nur rumlungern konnte. Alle dachten ich hätte Unmengen an Essen dabei, nur weil ich drei Beutel systematisch nach Trinken, Obst und Sonstiges unterteilt hatte. Und Elisa, generous wie sie ist, gibt natürlich jedem etwas ab, damit der Glaube an den SUpermarkt im Abteil 6 aufrechterhalten bleibt. Demnach hatte ich kein Mittag für den 31. mehr und ich wurde immer wieder mal nach Trinken, Essen oder einfach nur so nach Lebensmitteln gefragt. Ansonsten habe ich micht Krystof aus Polen und Julian aus Deutschland schön viel Chinese Chess gespielt. Nur schein ich gegen Jungs meistens zu verlieren. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich keine richtige, offensive Taktik habe, sondern meistens einfach nur meinen General verteidige. Gegen Tracey habe ich allerdings immer gewonnen. Nagut, ich habs ihr ja auch erst beigebracht.
Aber viel spannender wird wohl die Ankunft in Foshan sein. Erst einmal zu meinem Gepäck: Das zu schleppen hat mir erst einmal gezeigt wie viel Schweiß mein Körper zu produzieren vermag. Ich glaube ich habe noch nie so geschwitzt. Mir lief es echt in Bächen das Gesicht und den Nacken herunter. Klitschklatschnass wurden wir in einen eiskalt klimatisierten Bus gebracht. Und angekommen in der Foshan Experimental Middle School staunten wir alle nicht schlecht, als auf einer Leuchttafel "Willkommen Julian, Ronja, Mads, Emily, Graem, Kiran" stand. Weiterhin sahen wir einen Prachtbau von Schule vor uns. Von dieser Schule wurden wir dann von den Vertretern unserer Schule abgeholt. Simon ist Micheals Buddy, meiner Minnie. Doch ich wohne nun mit Michael und Simon zusammen in einer Wohnung. Diese Wohnung ist echt riesig, aber sehr spartanisch. Man sieht, dass Simon über ein halbes Jahr allein hier gewohnt hat. Es ist ziemlich dreckig, die Toilette ist ein Loch im Boden, die Spülung der Eimer Wasser daneben. Auch wenn das richtig abgewrackt klingt, ich find es irgendwie cool. Wann habe ich denn sonst die Möglichkeit mal diese Erfahrung zu machen. Vielleicht ist das nur die Anfangseuphorie, aber ich fand es toll, mit kalten Wasser zu duschen. Und ich habe hier einen riesigen Raum für mich allein. MIt einem großen großen großen Bett. Ich müsste mir nur eine Nachtischlampe kaufen, damit ich auch nach dem Ausschalten des Lichts etwas sehe. Denn mein Fenster scheint irgendwie nicht direkt nach draußen gerichtet zu sein. Ich sehe eine Wand, wenn ich hinausschaue.
Schon das Viertel, in dem unser Wohnhaus steht, sieht etwas schäbig aus, aber ich habe schon zwei Teeläden entdeckt. Ich glaube, wenn ich Photos von der Wohnung machen würde, würdet ihr denken ich lebe sonstwo. Aber ehrlich mir gefällt es. Irgendwie bin ich richtig stolz auf mich, dass ich nicht zu etepetete bin. Nur eins mag ich nicht: Den Geruch in meinem Zimmer. Aber vielleicht werde ich den noch los.
Nach unserer Ankunft wollte ich mich eigentlich erst einmal duschen, doch wir wurden gleich zum Abendbrot in einem westelichen Restaurant entführt. Es war schon ziemlich lecker. Und irgendwie schafften es die chinesischen Lehrer der Schule, dass ich mich fühlte, als kannten wir uns schon ewig. Es schien alles so natürlich freundlich interessiert. Einfach angenehm.
Und nach dem Essen gingen wir einkaufen, denn Michael hatte kein Kopfkissen und wir brauchten noch Trinkwasser und ein paar Kleinigkeiten. Ich hätte wohl noch eine ganze Menge Sachen gekauft, aber die chinesische Lehrerin, deren Namen ich leider wieder vergaß, kaufte wirklich nur das Nötigste. Möglicherweise lerne ich in den nächsten fünf Monaten die ärmere Seite von China kennen. Denn sie verlangen von uns nicht einmal "konservative Kleidung" zum Unterrichten. Sie meinten zu Michael so wie wir jetzt (er in Shorts und T-Shirt, Ich in Jeans) gekleidet seien, könnten wir auch unterrichten. Na, mal sehen. Morgen werde ich Minnie kennen lernen.
Ach ja, ich wurde innerhalb einer STunde wahrscheinlich drei Mal gefragt, wie groß ich sei. Keine Ahnung.
Und Simon vergaß zwischendurch meinen Namen und nannte mich Easyly (Isili). Und Minnie nannte mich dementsprechend genauso. Irgendwie lustig der Name.
Bis vor Kurzem habe ich mit Simon noch eine Partie chinesisches Schach gespielt. Schon zum Anfang meinte er zu mir, ich sei gleich tot. Von wegen. Am Ende gewann ich mit einem ziemlich hinterhältigen Trick. Er war ziemlich überrascht. Und ich solls niemandem erzählen.
Gute Nacht. mir geht's prima. Ich liebe dich, mon étoil.
4.9.07 17:44
 


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