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Hunger

„Krank sein hat auch eine positive Seite“ hat meine Oma mir mit entzündeter Bindehaut erklärt. „Man wird dünner“. Sie hat Recht. Ich werde immer dünner. Meine Haut wird immer dünner. Mein Geist wird immer dünner. Meine Lust ist wie Hunger bei einer Magersüchtigen. Er bleibt aus. Wird unterdrückt. Und wenn ich doch auf etwas Lust habe, würge ich etwas später alles wieder aus mir heraus. Leer sein ist das Ziel. Frei sein. Ich bin leer, um wieder gefüllt zu werden. Aber man erwartet von mir, meine Krankheit, die ich mir selbst zuführe, selbst zu heilen. Man erwartet, dass ich den Willen zum Genesen habe. Ja, ich besitze ihn. Aber ich möchte durch die Hilfe anderer gesund werden wollen. Durch dich.
Magersüchtige werden in eine Psychiatrie eingeliefert. Dort führt man dann Gespräche. Ich habe das alles nur gelesen. Aber was geschieht mit mir? Ich weiß, was mir fehlt. Aber selbst wenn ich es tausend Mal täglich wiederholen würde, eine Magersüchtige sieht wenigstens krank aus. Ich mag getrocknete Feigen. Aber ungeschwefelte trockene Aprikosen schmecken komisch. Rosinen sind zu klein.
Es ist verrückt, dich alle fünf Minuten anzurufen, obwohl du nicht da bist. Ich weiß das. Und mache es trotzdem. Du sollst mir helfen, wieder gesund zu werden wollen. Denn du bist es doch. Erst mit der Schokolade fängt die Schokoladensucht an. Ich brauche keinen Entzug. Ich bin einsam. Nicht süchtig. Siehst du den unterschied?
Millionen Dinge habe ich zu erledigen. Doch die Hälfte davon möchte ich, dass du es bist. Dass du mir das Alleinsein wegnimmst. Mit Worten geht das nicht. Auch nicht mit Geschenken. Auch nicht mit Taten. Auch nicht mit Tränen. Sei ein gewitzter Dieb.
Sonst kotz ich dich wieder an. Das Tuten im Telefonhörer ist wie Appetitzügler. Kann das eigentlich abführend wirken?
4.7.07 22:08
 


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