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Igel

Igel

Ich hatte Angst vor dem Mond. Deswegen fuhr ich so schnell. Und ohne Licht. Denn das war groß und orange hinter mir. In all meiner Eile, oder war es Angst, stieß ich beinahe mit einem anderen Radfahrer zusammen. Aber dieses Seitenstechen vom schnellen Atmen ist vergessen. Genauso wie die Angst. Denn erstens, sitze ich vor seinem Haus und zweitens habe ich dich. Lass uns doch ein wenig plaudern. Ich meine, dich treffe ich schließlich nicht alle Tage. Und wärst du nicht vor mir noch schnell über die Straße geflüchtet, wären wir uns gar nicht begegnet. Obwohl ich noch zweifle, dass du überhaupt daran interessiert bist. Immerhin siehst du so aus, als würdest du jeden Moment weiter tippeln wollen, mich einfach hier sitzen lassen. Ja, ich warte nur auf ihn und du bist ein Lückenfüller, aber findest du das so schlimm, wenn ich mich deswegen mit dir unterhalte? Außerdem ist er noch beschäftigt. Durch sein offenes Dachfenster kann ich die Geräusche seines Computers hören. Ich denke, er wird erstaunt sein, wenn ich ihm erzähle, dass sein Kampf der Nationen bis zur Straße hörbar ist.
Das muss seltsam aussehen: Ein Mädchen sitzt am Straßenrand. Ganz allein. Und trotzdem redet sie. Und dass mitten in der Nacht. Ich glaube, ich würde mich bei diesem Anblick ängstigen.
Wie steht es mit dir und der Angst? Du hast vor mir Angst, das merke ich, aber dennoch sitzt du da und bewegst dich nicht vom Fleck. Als ich noch vor dir stand, schienst du mich nicht einmal bemerkt zu haben.

„Weißt du noch, als ich dich fragte, ob du mir nach einem Streit hinterher laufen würdest?“
„Ja.“
„Meinen Eltern ist diese Situation schon einmal passiert. Sie wissen zwar nicht mehr, warum oder worum sie sich stritten, doch plötzlich war mein Papa so sauer, dass er entschied zum Bus zu gehen. Hätte meine Oma meine Mama nicht überzeugt, wäre sie wahrscheinlich nicht hinterher gelaufen.
„Der Igel ist ein Zeichen.“
„Warum?“
„Erst, als ich hier ankam, mein Fahrrad anschloss und mich umdrehte, saß er vor mir und rührte sich nicht. Dann, urplötzlich, lief er davon. Und nun, jetzt, wo du neben mir sitzt, beobachten wir ihn beide und er geht ungestört seines Weges.“


Und dann ließt du uns eine Weile zu zweit sitzen. Ich danke dir sehr dafür und hoffe, bald auf ein erneutes Wiedersehen zu treffen. Obwohl, du scheinst nur in Situationen der Angst und Trauer meine, unsere Wege zu kreuzen. Bist du ein Schutzpatron?

November 2006

4.7.07 08:36
 


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