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Endlich wieder neue Neuigkeiten...

Donnerstag, 01. November 2007

Es hat sich wieder so einiges geatn in meinem chinesischen Leben. Zum Beispiel habe ich jetzt einen neuen Mitbewohner: Lü Cha. Er ist ein richtig Süßer. Rote Haara, ganz unchinesisch. Aber klein. Etwas langhaarig und vierbeinig. Mein eigenes Katerchen. Eigentlich wollte ich ja eine Ente. Aber nach einigen Hinweisen meiner Kollegen, wurde ich davon abgeraten und schoss mich auf eine Katze ein. Seitde werde ich ständig gefragt, was ich mit Llieben Tierchen nach einem halben Jahr machen werde. Ich habe noch keine Ahnung. Es kommt eben ganz darauf an, ob es sehr schwer ist, ihn mit nach Deutschland zu nehmen. Wenn nicht, kommt er natürlich mit nach Hause. Ansonsten muss sich wohl Simon um ihn kümmern. Das Einzige, was mich so ziemlich an Lü Cha nervt ist, dass er stets und ständig, bei allem was er macht, miaut. Immer. Und ich weiß einfach nicht, was er von mir möchte. Es ist als ob ich ein Baby hätte. Denn seit Lü Cha die Nacht in meinem Zimmer verbringt, werde ich stets mitten in der Nacht geweckt, wenn er in meine Hand beißt.
Um vielleicht einmal auf den Namen einzugehen: Lü Cha ist chinesisch (ach neeeeee.) und heißt Grüner Tee. EIgentlich ist mir die Bedeutung in dem Sinne ziemlich egal, ich find die Aussprache so schön. Lü cha.
Gestern war Halloween. Das wird hier zwar nicht wirklich gefeiert, aber Mike und ich richteten unsere Stunden danach aus. Unter anderem wurde Crazy ENglish kurzerhand zu Scary English. Und da es gestern wirklich von morgens bis abends regnete, waren wir sogar im Fernsehen. Sehr lustig. Denn wir hatten uns Masken gebastelt und Folien als Umhänge umgebunden. Nun standen wir da mit Mikro im Schulstudio und sollten den Kindern Sätze wie "Trick or treat", "Happy Halloween" und "Don't be afraid" beibringen. Zum Glück haben die mal wieder so gebrüllt, dass wir sogar gehört haben, wie sie die SÄtze wiederholten. Mein Lesson plan war eigentlich nur für Klassenstufe 5 geplant, ließ sich aber ganz einfach auch auf Klasse 3 anwenden. Und da das ganz gut klappte, habe ich das heute einfach weiter geführt. Denn . ich hatte gestern Abend nicht mehr wirklich Zeit und Lust wieder neue Lesson plans auszuarbeiten. Hatte genug mit dem Kochen zu tun.
Ja, ich habe mal wieder gekocht. Und diesmal sogar ein richtig großes Abendessen für 7 Leute. Dazu lud ich Julian und Kiran von der deutschen Seite ein. Mike brachte Emily und Dave mit und dann war da noch Simon. Also, ein sehr lustiger Abend. Während ich Julian und Kiran von der Bushaltestelle abholte, kochte SImon Froschbrei. Das klingt vielleicht seltsam. Aber ist so irre lecker. Und Simons Frog Porridge ist der beste!! Zusammen mit Julian wurde dann die Suppe vorbereitet, während Kiran sich anscheinend halsüberkopf in Lü Cha verliebte. Dann folgte noch steamed egg, gemüse mit beef, eggplant mit potatoe und beef, long white mushrooms withe egg and tomatoe und schon waren alle pappsatt. Doch Mike hatte noch mehr vorbereitet. Apple bopping: Man solle einen Apfel aus einer Schüssel mit Wasser nur mit dem Mund fischen. Sehr lustig. Aber noch besser war das Spiel "Shabby Bunny". Man nehme eine Tüte Marshmallows für jeden Mitspieler. Dann wird der Reihe nach jeweils ein STück in den Mund gesteckt und "Shabby Bunny" gesagt. Nicht schlucken! Und das wird solange wiederholt bis der einer nach dem anderen den Mund voll hat und nur noch "ammy ummy" rausbringt, während die klebrige Pampe das Kinn runterläuft. Simon war als erster draußen. Möglciherweise weil er wirklich den kleinsten Mund hatte, vielleicht aber auch, weil er ständig lachen musste. Sehr verrückt. Aber ich habe diesen Abend sehr genossen. Es war ein irrer Spaß.
Das war auch der Schulausflug in einen Vergnügungspark letzte Woche Mittwoch. Obwohl der Park an sich sehr auf Kinder ausgelegt, klein und somit langweilig war, hatte ich viel Spaß mit Jerry. Wir unterhielten uns sehr ausgiebig über alles Mögliche. Unser längstes Thema allerdings war Crazy. Und der wird echt mit jeder Woche verrückter. Irgendwie ist er ein Komiker. Nur eben ungewollt. Denn vieles was er macht, ist aus seiner Ansicht anscheinend seriös, für alle anderen eher lächerlich. Zum Beispiel ging ich einen Tag an seinem Schreibtisch vorbei und bemerkte eher ironisch, dass es jedes Mal aussehe als würde er ein Wörterbuch lesen. Da meinte er ganz stolz, ja, damit er seinen Wortschatz erweitern kann, um sich dann mit Geschäftsmännern unterhalten zu können. Und er hätte ihn schon einige Male durchgelesen. Das sei sein soundsovieltes Mal. Innerlich habe ich mich so weggeschmissen. Und vor einigen Tagen erst, erzählte er mir ganz stolz, dass er fast durch sei. Im gleichen Atemzug ordnete er mir an in seinem English Club, was man eher als Hotelempfangshalle als Club bezeichnen könnte, Englische Lieder zu unterrichten. Ein Lied pro Woche sei ja nicht so schwer. Bitte in einfachem ENglisch und mit Erklärung, was gesungen wird. Als Gegenleistung bekomme ich die Getränke verbilligt oder teilweise kostenlos. Hallo? Ich soll seinen Freunden extra Englischunterricht geben und so tun als sei es mein allerliebstes Hobby? Und ich bin ja nicht einmal die einzige, die er einfach so eingeplant hat. Mike soll über Fußball reden. Mads soll irgendwas machen, EMily auch. Und Ida bringt auch englische Lieder bei. Selbstverständlich sollen wir immer schön mehr foreign friends mitbringen, damit der Englisch CLub gut floriert. Ich komm mir vor wie eine wandelnde Werbereklame. Das Schlimmste ist ja, dass es Crazy nicht mal im geringsten interessiert, wenn man irgendwas einwürft. Er redet einfach weiter. Und er antwortet nicht direkt auf Gegenfragen. Ironie scheint er nicht zu verstehen. Geschweige denn zu kennen. Ich grüße ihn schon mit Absicht stets mit Ley ho (kantonesisch: hallo) anstelle von ni hao (mandarin). Ach ja, ich glaube, ich könnte schon Seiten füllen, ohne nur die zur Rede stellende Person zu wechseln. Es ist der Wahnsinn welche Stereotypen durch die Welt laufen. Aber so verrückt er auch ist, er macht das Bild einfach vollständig. Es wäre wohl nicht so lustig ohne ihn.
Was gibt es noch zu berichten? Ach ja, mittlerweile habe ich über 40 Telefonnummern in meinem Handy. Und eine ganze Menge davon sind chinesische Freunde, die mich jetzt fast jedes Wochenende zuplanen. Ist eigentlich ganz schön aber auch anstrengend. ZUm Beispiel habe ich Cher kennengelernt. Sie ist so eine Art Grafikdesignerin und ihr Sohn geht auf meine Schule. Allerdings ist er keiner meiner Schüler, da er erst in der ersten Klasse ist. Auf jeden Fall hatte ich vor zwei Wochen ein Abendessen mit Cher, ihrem Mann, ihrem Sohn und einer befreundeten Familie am Samstag. Nach dem Essen fuhren wir zum Haus der befreundeten Familie und ich lernte CHerry und ihren Mann und deren Tochter kennen. WIr spielten Karten. Mir wurden Tipps für meine späteren Reisen durch CHina gegeben. Und und und. Schon am nächsten Morgen lernte ich Chers Papa, dessen Frau und deren drei Schwestern beim Jum Cha kennen. Der Vater ist auch Chef einer Grafikdesignfirma schien es und lud mich zum Englischunterrichten ein. Ich solle doch mal vorbeikommen. Denn letztens war da ein Engländer, der ihm versprochen hatte, ENglisch zu unterrichten, doch er hat sich nie wieder blicken lassen. Und ich wäre ja auch gut, um mein Gesicht auf Werbeplakaten zu verewigen zu lassen. Denn ein Europäer auf Möbeln solle den Verkauf ankurbeln. Ich solle einfach mal vorbeikommen. Ich hab zwar keine Ahnung, wo sich die Firma befindet und wann ich da mal auftauchen soll, aber klar, warum nicht? Ich habe ihm erklärt, dass ich ungefähr von 8 bis 18 Uhr in der Schule bin, in der Hoffnung er würde sehen, dass ich danach ziemlich müde bin. Aber nein, seine ANtwort war: Na, ist doch toll, dann hast du ja am Abend Zeit? Manchmal spinnen die Chinesen schon. Haha. Und nach dem Jum Cha ging es nach Guangzhou, wo ich wieder eine Freundin von CHer kennen lernte. Allerdings habe ich ihren Namen schon wieder vergessen.
Die nächste Woche verbracht ich hauptsächlich mit Leuten vom College. So zum Beispiel war ich Schuhe kaufen mit Bobo und King, die sich allerdings die ganze Zeit auf Kantonesisch unterhielten. Und sie können ENglisch, denn sie sind Referendare an unserer Schule. Also, war ich so ziemlich angenervt, dass ich eigentlich nicht weiter relevant war. Im College lernte ich auch Jim und Lenny kennen, mit welchen ich ab und zu Basketball spiele. Mit ihnen war ich auch schon K-TV singen und Mittagessen. Sind beide schon an die 27, aber sehr lustig. Jeder zweite Satz ist: Warum bist du so groß?
Mal sehen, was ich dieses Wochenende so mache. Morgen geh ich endlich mal wieder Badminton spielen. Denn Sport habe ich wirklich nun bitternötig. CHinesisches Essen ist einfach zu gut. Aber langsam fühle ich mich dick. Und das ist mies. Denn wenn ich mich mies fühle, ess ich wieder...jaja....
Das solls jetzt erst einmal gewesen sein, denn Lü Cha jammert schon die ganze Zeit. Fütterungszeit.
2.11.07 06:17


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Photos...

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Heutiges Thema

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Meine Maske...keine Ahnung, was das eigentlich darstellen soll. Aber es hat solchen Spaß gemacht, mit den Ölkreiden zu malen...

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Hmm...ja.nicht das tollste, aber wenigstens ein lustiges Halloweenkostüm

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Wieder einmal eine meiner Klassen

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Im Büro

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Halloweeeeeeeen

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Mein Schreibtisch sieht mal wieder schön chaotisch aus...

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Hier wurde ich langsam zur Mumie

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Doch nun zum neuesten Mitbewohner: Lü Cha

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Welcher sich sofort in meine Flip Flops verliebte

 

2.11.07 06:26


Bilder aus Macau

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Es geht los: Ronja &

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Ich machen uns auf den Weg nach Macau. Mit dem Bus geht es von Foshan drei Stunden lang südlich, bis wir die ehemalige portugiesische Kolonie erreichen.

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UNd so sieht es da aus.

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ganz viele Menschen überall

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Und die meisten sind natürlich Touris

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In Macau gibt es schöne kleine Gässchen mit leider ganz vielen Touris und den dazugehörigen Souvenirshops...und Kekse überall...aber die habe ich leider nicht photographiert...warum eigentlich nicht?

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achja...immer diese Touribilder

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Das Wahrzeichen Macaus: Die st.Paul Ruine

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Na, Ronja, was essen wir denn Feines?

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Die Skyline von Macau...dieses Tulpenähnliche Gebäude ist eines der vielen Casinos. Das Hotel Lisboa. Eigentlich kann man Macau als das Las Vegas von China bezeichnen.

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Der Sonne entgegen

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Einer der vielen kleinen Tempel

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Knusper-Crèpe. Rein geschmacklich ganz lecker. Aber den Namen Crepe hat es mit dieser Keksähnlichkeit nicht verdient.

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Ein Park in der Abenddämmerung

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Ich glaube das ist eine Statue der Schutzpatronin der Seeleute. Bin mir aber nicht sicher. Hätte nie gedacht, dass meine Kamera solche Bilder hinbekommt.

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Gruppenphoto

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Eine Art Fernsehturm

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Achja, und in Venedig waren wir auch gleich noch. Liegt ja schließlich um die Ecke.

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Auf dem Markusplatz

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der sich IM Hotel Venetian befand. Eines der luxuriösten Hotels/Casinos in Macau. Wenn man da wohnt braucht man echt keine Außenwelt mehr. Da gibt es alles. Sogar eine riesige Shoppingmeile mit sämtlichen Modemarken.

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Und der schönsten Ankündigung überhaupt. Ich freue mich, mon étoil...

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Mein zielloser Spaziergang durch Macau

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Puh, geschafft. Ganz schön viel gelaufen...

8.11.07 02:36


Massage

Wer Massagen mag, ist in China goldrichtig. Für wenig Geld kann man sich stundenlang durchkneten lassen. Und da ich erst vor kurzem einen günstigen Massagesalon ganz in der Näher entdeckt habe, ließ ich mich innerhalb einer Woche dreimal massieren. Ob das nun gut oder schlecht ist, weiß ich nicht so genau, denn die Stunden dort genieße ich so ziemlich. Es ist einfach der Wahnsinn, wie man selbst unter Schmerzen entspannen kann. Das erste Mal ging ich allein hin, einfach mal, um die Lage auszukundschaften und mir ein erstes Urteil bilden zu können. Damals lagen Reste von Zigarettenasche auf dem Boden und der Geruch kroch ständig in meine Nase. Außerdem war der Fernseher im Nebenraum ziemlich laut. Aber im Großen und Ganzen war es doch schön. Die Frauen dort haben ganz weiche Hände. Überhaupt scheint es dort nur einen Mann zu geben, welcher allerdings nie zu massieren scheint. Das zweite Mal ging ich am Donnerstag hin, um mich von meinem längsten Schultag in der Woche zu erholen. Diesmal wurde ich in einen Raum weiter hinten geführt. Es war wesentlich ruhiger als das letzte Mal, doch ich musste mehr Schmerzen ertragen. Grundsätzlich kann ich sagen, dass die erste Massage am angenehmsten ist und die zweite schmerzhaft wird, wenn sie in einem kurzem Zeitabstand folgt. Die dritte Massage nun ging ich nicht allein an. Diesmal gönnten Mike, Edward und ich gemeinsam eine Massage. Da die Räume aber grundsätzlich jeweils nur zwei Liegen haben, wurden Mike und ich in einen Raum geleitet, während Ed einen anderen Raum zugewiesen bekam. Das stellte sich als Glücksfall für ihn heraus. Erst einige Zeit später erfuhr ich, warum.
Nach seiner Erzählung lief es ungefähr so ab: Zuerst massierte sie ihn normal, fing igendwann an zu singen und zu summen, was ihn noch mehr entspannen sollte. Denn dann begann das "Extra". Sie massierte seine Oberschenkel, zunehmend in Richtung Genitalbereich zielend, um dann letztendlich die besondere Massage für Mann zu beginnen. Ich kann das gar nicht so herrlich wie Edward erzählen, aber es schien ihm sehr gefallen zu haben. Demnach wurde David vom "Extraservice" erzählt, welcher dann auch schon wenige Minuten später auftauchte, um gleich darauf zum Massagesalon zu gehen. Da es laut Edwards Schilderung in diesem Raum eine Dusche gegeben haben soll, ist es einfach zu spekulieren, was Chinesen noch so alles unter Massage verstehen. Da möchte man doch glatt Mann sein, oder?
22.11.07 02:34


Spucken

Spucken ist eine chinesische Abartigkeit die ich mit all meinem Herzen verabscheue und verachte. Es ist für mich extrem eklig, wenn ein Mann in meiner Nähe, das heißt in Hörweite, zuerst röchelnde Geräusche und dann ein FLATSCH der Aule auf den Asphalt hinterlässt. Ich muss es nicht einmal sehen. Schon allein das Geräusch lässt meine Haare zu Berge stehen. Angeblich soll dieses Spucken böse Keime aus dem Körper schleudern. Ist ein schöner Erklärungsversuch, finde ich, doch warum muss dieses Ritual erstens so laut und zweitens stets öffentlich sein?
Es gibt ja sogar Werbung im Fernsehen,     die bekannt macht, dass das Spucken eigentlich verboten und bei Ertappen mit 50 Yuan Strafe geahndet werden kann. Also, demnach sind die meistens Bauarbeiter, Taxifahrer, Markthändler und Passanten entweder fernsehlos oder sehr reich. Doch selbst dann müssten sie zusätzlich noch blind und Analphabeten sein, denn in vielen Parks findet man Schilder, die einen zusätzlich darauf hinweisen, seinen Speichel doch bitte im Mund zu lassen.
Man möge jetzt denken, das Spucken sei eine reine Männersache. Falsch, die Frauen sind nur wenig besser. Allerdings spucken sie in der Toilette. Nicht in die Toilette. Leider. Demnach passierte es schon einige Male, dass ich in der gewohnten Schlange vorm Damenklo stand und mein so verhasstes Geräusch vernahm. Betrat ich dann die Toilette, sah ich das Ergebnis.
Das verstehe ich einfach nicht. Warum kann man, wenn man schon spucken muss, wenigstens ins Becken rotzen?
22.11.07 02:37


Ampeln

Chinesische Ampeln sind Rot, Gelb und Grün, genauso wie auch in Deutschland. Und ebenso dienen sie dazu, den Straßenverkehr zu regeln. Denkt man. Hier sind sie eher eine Art Richtlinie. Scheint es. Trotzdem existiert irgendwie ein gewisses System oder eine Regel, die sich erst nach einigen Monaten für mich erschloss.
In Beijing war meine erste wichtige Ampelerfahrung: Selbst wenn die Fußgänger grünes Licht haben, heißt das nicht, dass sie gefahrenlos die Straße überqueren können. Denn die rechtsabbiegenden Autos und Motorräder haben stets Vorfahrt.
Zweitens: Selbst wenn das Grün anfängt zu blinken, was heißt, dass es bald rot wird, sollte man noch nicht stehen bleiben. Denn das Blinken dauert an die dreißig Sekunden. Und in denen kann man locker die Straße übequeren.
Drittens: Halte dich an Chinesen und überquere parallel zu ihnen die Straße, dann bist du halbwegs sicher. Allerdings sollte man hierbei Vorsicht walten lassen, denn teilweise ist es ihnen egal, bei welcher Farbe losgegangen wird. Obwohl, es ist meistens grün. Für die Autos.
Weiterhin ist es auch interessant, dass an manchen Kreuzungen Countdowns angebracht sind, die jeweils anzeigen, wann die nächste Farbe an der Reihe ist. Somit weiß man genau, wann es losgeht und kann schon mal alles zum Gasgeben vorbereiten. Auch in Kreisverkehren, vorrausgesetzt sie sind groß genug, kann es Ampeln geben. In dem Punkt sind die Chinesen den Franzosen schon einmal weit vorraus, wenn ich da an den Arc de Triomphe denke.
Anders als bei uns sind auf jeden Fall die Ampelspuren. Als Linksabbieger, kann man sich einmal links einordnen und in der Mitte, zwischen Geradeausfahrern und Rechtsabbiegern. Warum das so ist, habe ich noch nicht erfahren. Ich gebe mir Mühe das noch möglichst schnell herauszufinden.
22.11.07 02:40


Haut

Wer als Kind Chinesen gemalt hat, griff bei der Hautfarbe meistens Gelb. Ich tat das auch. Doch im Nachhinein frage ich mich immer wieder warum. Bis auf den Fakt, dass Chinesen selber glauben, sie hätte gelbe Haut, bin ich noch auf keine Erklärung gestoßen.
In Deutschland gibt es Selbstbräuner. In China gibt es Bleicher. In allen erdenklichen Cremeprodukten steckt Bleichmittel. In Duschgels, in Gesichtcremes, in Bodylotions, in Gesichtwasser, in Reinigungsmilch und sogar in Deorollern. Zahnpasta enthält auch Bleicher. Aber das hat ja weniger mit der Haut zu tun.
Nun kann man sich einigermaßen vorstellen, wie ich verzweifelt die Regale hoch und runter gelaufen bin, um normale Gesichtscreme für normale Haut zu finden. Etwas ganz normales. Von wegen. Ich war schon kurz davor mir Nivea mit Bleicher zu kaufen. Aber das muss ja dann nocht nicht sein. Sonst komme ich nach Hause und alle denken, ich würde gleich aus den Latschen kippen. Doch den Deoroller mit Bleicher würde ich schon mal gerne testen. Die weißesten Achseln Chinas.
Bisher ist es mir einmal untergekommen, dass ein chinesisches Mädchen gleich nach der Begrüßung ihren Arm neben meinen hielt, um zu sehen, wer weißer ist. Sie gewann diesen Contest und war überglücklich. Es scheint, chinesische Mädchen würden alles dafür geben, weiß zu sein. Sobald die Sonne etwas kräftiger scheint, werden die Sonnenschirme gezückt und man sieht kaum ein Mädchen ohne Schutz auf der Straße.
Dabei finde ich chinesische Haut total schön. Sehr weich und sanft. Fast wie Seide. Man möge beim Berühren meinen, es gäbe keine Haare. Doch die gibt es bei den meisten Chinesinnen zu genüge. Rasieren ist nicht üblich. Vorallem die Beine sind meistens nicht so glatt, wie man meinen möchte. Aber das ist vielleicht ein anderes Thema.
22.11.07 02:42


Erklärung

So, ihr Lieben...

Da ich ja zur Zeit ziemlich liederlich mit meinem Blog umging, folgt erst einmal eine Änderung: Nach dem kläglich gescheiterten Versuch täglich Tagebuch zu führen bin ich zu dem Entschluss gekommen, anstelle dessen lieber kleine Episoden als Kommentare, nach Themen sortiert zu veröffentlichen, da das meiner Meinung nach einfach eher meine Erfahrungen hier in China wiederspiegelt.

Demnach könnt ihr nun unter den hoffentlich immer aktuellen neuen Kategorien Chinesische [...] nachlesen, was mir so lustiges passiert.

Aber natürlich werde ich versuchen weiterhin Bilder von meinen Ausflügen usw online zu stellen. Dauert manchmal einfach nur etwas länger...

Viele liebe Grüße an euch alle

 

22.11.07 02:48


Bilder

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Zu Hause im Wohnzimmer auf der Couch...Ja, wir haben eine Bar...nur nutzt die kein Mensch...v.l.n.r.: Bill, Simon, moi

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Was für eine Mischung: Gong-Fu Tea und Bier (Shan Shui = Bergwasser)

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Donnerstags 18.00 Uhr vor der Schule...

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Do you like spicy food? ... man beachte das eingeschweißte Geschirr

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Gan Bei

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Billig, Leckeres und echt chinesisches Essen gleich gegenüber der Schule

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Was gibt's denn feines? Reisbrei mit Schweinefleisch, Choi sam (das Gemüse), Mian tun (Nudelsuppe mit Dumplings) und Chang Fen (leider schon aufgegessen)...hmm...lecker, nicht, Li?

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In der Pause des Samstagsunterrichts: Mike und die Kids...

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Einige meiner Schüler

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Und dann wurde ich auch verfolgt

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Ja, ich esse alles mit Chopsticks...auch Hänchenschenkel...

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Vorm Zu Miao Tempel, in der MItte sieht man eine kleine Versammlung der Bettler...diese Situation erinnerte mich irgendwie an die Dreigroschenoper

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Und wer in Foshan heiratet muss unbedingt zum Zu Miao Tempel...das bringt Glück

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Ein minimaler Teil der Tempelanlage

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Majong

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me

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Der Schildkröten-Schlangen-Stein, wer den Kopf eines der Tiere trifft, hat Glück...man wirft mit Münzen

 

22.11.07 03:04


KONFUS-Artikel für dich, mon étoil

 

 

"Und was machst du so nach dem Abi?"
"Ich gehe nach China."
"China? Warum denn ausgerechnet China?"
"Es gab das Programm nur für China."
"Was für ein Programm?"
"Ich möchte gerne Lehramt studieren und nun habe ich die Möglichkeit in China Englisch zu unterrichten."
"Ja, aber in China...gibt es den Kommunismus, der einem stets und ständig den Mund verbietet. Gibt es die Todesstrafe, also pass ja auf, was du sagst. Isst man Hunde und Katzen. Sind alle Menschen sooooo klein. Wird alles gefälscht und nachgemacht. Sind alle ganz arm. Versteht dich doch keiner. Hängen überall Mao Zedong Bildnisse herum. Und und und."

Schon vor meiner Abreise wunderte ich mich, wie so viele Leute schon wissen können, was mich im Reich der Mitte erwarten würde. Waren die alle schon dort gewesen? Na dann, muss ich mir das doch auch mal genauer ansehen. Und so zog ich am 27. Juli 2007 aus, um den Vorurteilen auf den Grund zu gehen und natürlich auch, um zu Unterrichten.
Doch zunächst stand ein vierwöchiges Vorbereitungstraining in Beijing an. Dort lernte ich die 103 anderen Teilnehmer aus aller Welt kennen, die sich ebenfalls entschlossen, sich einfach mal als Lehrer zu versuchen. Die Altersspanne reichte von 18 bis sogar 65 Jahren und war somit bunt gemischt, wobei die Zwanziger überwiegten. In diesem Vorbereitungsseminar lernten wir wie man unterrichten sollte, wie wichtig Lesson Plans sind und alles, was man als angehender foreign teacher in China brauchen könnte. Unter anderem hatte wir auch unsere ersten Mandarinstunden, in denen Sachen wie: Ni hao. Ni hao ma? Ni ma ma mang ma? Wo tai mang la. cai jian. (Hallo. Wie geht's dir? Ist deine Mutter beschäftigt? Ich habe zu viel zu tun. Tschüs.) lernte. Allerdings kam man kaum zur Anwendung dieser lebenswichtigen Konversationen, da wir meistens auf Englisch kommunizierten. Nach erfolgreichem Absolvieren des theoretischen Teils des TEFL- Zertifikats (Teaching English as a Foreign Language) folgte die Reise in den Süden Chinas, wo ich mich nun schon seit drei Monaten befinde.
Meine neue Heimatstadt heißt Fo Shan (Buddha Berg) und ist südlich von der Provinzhauptstadt Guang Zhou in Guang Dong. Einfacher: Ich bin lebe etwa 100 km nordwestlich von Hong Kong. Das Besondere an dieser Provinz ist, dass hier eine zweite Sprache gesprochen wird. Die Amtsprache Chinas ist Chinesisch. Doch davon gibt es zwei Arten: Mandarin und Kantonesisch. Letzteres wird allerdings nur in Hong Kong, Macao und Guang Dong Province gesprochen. Also, lerne ich automatisch zwei Sprachen. Hoffe ich. Denn Kantonesisch ist wesentlich schwieriger als Mandarin, aber die Kantonesen mögen Mandarin nicht so besonders und sind ziemlich stolz auf ihre Sprache. Demnach verstehen sie Mandarin zwar, antworten aber meistens in Kantonesisch.
Überhaupt sind die Kantonesen ziemlich stolz. Sehr oft bekomme ich zu hören, dass kantonesisches Essen das beste in ganz China sei, dass es hier überhaupt die größte Auswahl gebe, dass die Sprache viel schöner sei, das Wetter sowieso und die Menschen seien ach hübscher als im Norden.
Also, das mit dem Essen mag ich erst einmal wirklich glauben. Es ist echt irre, was es hier ales gibt. Allein schon der Gang auf den Markt ist für mich eine Entdeckungstour. Hier gibt es Gemüse, das hat man in Deutschland noch nie gesehen. Obst en gros. Bananen sind hier extrem billig. Wie im Vergleich zu Deutschland eigentlich fast alles.
Ein Euro entspricht ungefähr 10 Yuan. Und für diesen Preis kann man jeweils kaufen: Zehn Flaschen Sojamilch (500 ml), 5 Kilo Bananen, 20 Bao zi (so etwas wie Hefeklöße), ein gutes, aber einfaches Abendessen für eine Person, eine Packung Chopsticks (5 Paar), mindestens ein Buch, mindestens eine Raubkopie einer DVD/CD,... . Wia man sieht, China ist von den Lebenshaltungskosten recht niedrig. Die Chinesen selbst sagen dazu, dass sie arm seien. Das ist allerdings relativ zu sehen. Natürlich ist Deutschland eines der reichsten Länder der Welt und somit nobler als China. Aber auch hier gibt es mittlerweile eine ganze Menger Neurreicher, die Unmengen an Geld allein in die Bildung ihrere Kinder stecken. Da bezahlen sie auch ohne zu Murren umgerechnet 20 € für eine STunde Klavierunterricht oder privaten ENglischunterricht. Wenn man sich überlegt, dass man für den selben Betrag einen riesigen WOcheneinkauf machen könnte, ist das schon ein kleines Vermögen.
Doch Lernen und Bildung ist sehr wichtig für CHinesen. Schon in der Grundschule sind die Kinder von 8.00 Uhr morgens bis 17.00 Uhr abends außer Haus. Sie haben täglich 7 Unterrichtsstunden. Vier davon am Morgen, dann gibt es eine fast dreistündige Mittagspause, in welcher geschlafen wird. Auch die Klassenstufen 5 und 6 halten ihren Mittagsschlaf! Und gegen 14.30 Uhr geht es mit den letzten drei STunden weiter. Wobei meistens auch Interessenunterricht dabei ist, was so viel heißt wie freiwillige Aktivitäten. Sport, Musik, Kunst.
Da ich an einer Grundschule, angeblich die beste in ganz Foshan, die Klassenstufen 3 und 5 unterrichte, ist mein Arbeitstag teilweise auch von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Wobei ich allerdings nicht 10 Stunden durcharbeite. Meistens habe ich nur 4 Unterrichtsstunden pro Tag, doch irgendwie finde ich immer etwas, was mich in der Schule hält. Ob es einfach Gespräche mit den anderen Lehrern sind, oder die Kinder, mit denen ich manchmal auch Basketball spiele, ich bin gerne so lange in der Schule.
Insgesamt unterrichte ich 21 verschiedene Klassen, mit jeweils 50 bis 60 Schülern. Nein, ich kann mir die Namen nicht merken. Erstens: Ich kann chinesische Namen eh nicht aussprechen. Wenn ich das versuche lachen mich meine Schüler aus. Zweitens: Sitzpläne sind zwecklos, da die Kinder stets und ständig ihre Plätze wechseln. Drittens: Wer kann sich bitte über 1000 Namen merken?
Aber schön ist es, dass die Schüler meinen Namen wissen, auch wenn sich Elisa manchmal eher wie eraser (Radiergummi) anhrt. Denn ja, es ist wahr, Chinesen können teilweise das r nicht aussprechen und sagen anstelle dessen einfach l. Eine road wird zur load, ein ruler zum luler und Elisa somit auch ganz einfach zu eraser, sprich elaser.
Wenn ich also durch die Schule laufe werde ich von allen Seiten her gegrüßt. Ich fühle mich schon wie eine kleine Berühmtheit, denn Chinesen fahren total auf foreigners ab. Sobald ich nur zur Schule laufe, werde ich angestarrt, gegrüßt, angelächelt, gefragt woher ich komme und ob ich chinesisch kann. Wo shi de guo ren. Wo bu zhi dao pu tong huo. (Ich bin Deutsche. Ich verstehe kein Chinesisch.) Und dann bekomme ich zu hören, wie gut ja mein Chinesisch sei. Sehr lustig.
Und es gibt Millionen solcher kleinen Lustigkeiten. Denn die chinesische Lebensweise ist schon sehr anders als die Deutsche. Somit sind Situationen, in denen ich mich vor Lachen einfach nur noch kringeln könnte, doch die Chinesen sich nur wundern, warum ich mich über solche Banalitäten freuen kann, vorprogrammiert.
Doch, da ich nicht zu sehr den Rahmen sprengen möchte und gleich eine Massage für umgerechnet 2,50€ für eine Stunde genießen gehe, muss ich hier leider aufhören.
Aber zum Abschluss noch ein Stichwort fürs nächste Mal:
Ja, Chinesen essen Hunde. Aber nur im Winter. Also muss ich mich beeilen das noch zu probieren.


 @mon étoil: kannst dir ja ein paar Bilder bei Photobucket aussuchen...sag mir nur bitte bescheid, damit ich dir Bildunterschriften am Telefon diktieren kann ;P ... und: Photos taken by elektronenvolt (oder eVa; oder Elisa Vales)

22.11.07 07:27


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