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Mittwoch, 29. August 2007 Peking Opera

Heute sind schon fast alle abgereist, außer natürlcih den Foshanleuten. Hmmm...meine Mexikaner sind fort. Aber ich hoffe, dass wir uns treffen, denn so weit weg sind sie ja nicht. Nach dem Abendbrot mit Sergio in der Mensa gingen einige in die Peking opera. Ich natürlich auch, denn so etwas darf man nicht verpassen. Sehr seltsam. EIgenartig. Fremd. Zum Einen, weil einfach chinesische Instrumente genutzt werden und die von Natur aus schon etwas verzerrt klingen, zum Anderen weil der Gesang auch sehr ungewohnt war. Sehr hoch und langgezogen, nasal. Weiterhin bestand die Oper aus zwei Teilen, wobei die nicht miteinander verbunden waren. Im ersten Teil ging es um ein Mädchen, welches ein Jadearmreif von einem Jungen aufhebt und somit zu seiner Braut wird. Dann endet das STück schon. Und das zweite handelte vom Kampf zwischen Gott und Dämon, welche sich um das Silber eines korrupten Königs stritten. Dabei wurde vor allem viel Akrobatik angewendet. Damit wir überhaupt auch etwas verstanden, gab es Tafeln mit Untertiteln in Englisch. Und die hatten ziemlich lustige Schreibfehler. Mamdam. Emeties. Joah, im Großen und Ganzen kostete die Oper nur 40 Yuan, die Taxifahrt hin und zurück für je vier Leute 80 Yuan. Aber ich bin froh, am Ende die Oper gesehen zu haben.
Gute Nacht.
4.9.07 17:43


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Donnerstag, 30. August und Freitag, 31. August 2007 Anreise nach Foshan

Nach langem Warten befinde ich mich nun endlich in Foshan, im Süden Chinas, nur wenige Minuten von Guangzho entfernt. Die Reise im Zug war ziemlich abenteuerlich für mich. Und aus Neugierde, Vorfreude und Abenteuerlust ergab sich so eine Mischung, dass die 22 Stunden im Zug von Beijing nach Guangzho ziemlich schnell vergingen. Wir hatten jeweils zu sechst ein kleines Schlafabteil, welches allerdings nicht durch Türen verschlossen werden konnte. Das führte dazu, dass man sich wunderbar untereinander unterhalten, Betten tauschen und einfach mal nur rumlungern konnte. Alle dachten ich hätte Unmengen an Essen dabei, nur weil ich drei Beutel systematisch nach Trinken, Obst und Sonstiges unterteilt hatte. Und Elisa, generous wie sie ist, gibt natürlich jedem etwas ab, damit der Glaube an den SUpermarkt im Abteil 6 aufrechterhalten bleibt. Demnach hatte ich kein Mittag für den 31. mehr und ich wurde immer wieder mal nach Trinken, Essen oder einfach nur so nach Lebensmitteln gefragt. Ansonsten habe ich micht Krystof aus Polen und Julian aus Deutschland schön viel Chinese Chess gespielt. Nur schein ich gegen Jungs meistens zu verlieren. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich keine richtige, offensive Taktik habe, sondern meistens einfach nur meinen General verteidige. Gegen Tracey habe ich allerdings immer gewonnen. Nagut, ich habs ihr ja auch erst beigebracht.
Aber viel spannender wird wohl die Ankunft in Foshan sein. Erst einmal zu meinem Gepäck: Das zu schleppen hat mir erst einmal gezeigt wie viel Schweiß mein Körper zu produzieren vermag. Ich glaube ich habe noch nie so geschwitzt. Mir lief es echt in Bächen das Gesicht und den Nacken herunter. Klitschklatschnass wurden wir in einen eiskalt klimatisierten Bus gebracht. Und angekommen in der Foshan Experimental Middle School staunten wir alle nicht schlecht, als auf einer Leuchttafel "Willkommen Julian, Ronja, Mads, Emily, Graem, Kiran" stand. Weiterhin sahen wir einen Prachtbau von Schule vor uns. Von dieser Schule wurden wir dann von den Vertretern unserer Schule abgeholt. Simon ist Micheals Buddy, meiner Minnie. Doch ich wohne nun mit Michael und Simon zusammen in einer Wohnung. Diese Wohnung ist echt riesig, aber sehr spartanisch. Man sieht, dass Simon über ein halbes Jahr allein hier gewohnt hat. Es ist ziemlich dreckig, die Toilette ist ein Loch im Boden, die Spülung der Eimer Wasser daneben. Auch wenn das richtig abgewrackt klingt, ich find es irgendwie cool. Wann habe ich denn sonst die Möglichkeit mal diese Erfahrung zu machen. Vielleicht ist das nur die Anfangseuphorie, aber ich fand es toll, mit kalten Wasser zu duschen. Und ich habe hier einen riesigen Raum für mich allein. MIt einem großen großen großen Bett. Ich müsste mir nur eine Nachtischlampe kaufen, damit ich auch nach dem Ausschalten des Lichts etwas sehe. Denn mein Fenster scheint irgendwie nicht direkt nach draußen gerichtet zu sein. Ich sehe eine Wand, wenn ich hinausschaue.
Schon das Viertel, in dem unser Wohnhaus steht, sieht etwas schäbig aus, aber ich habe schon zwei Teeläden entdeckt. Ich glaube, wenn ich Photos von der Wohnung machen würde, würdet ihr denken ich lebe sonstwo. Aber ehrlich mir gefällt es. Irgendwie bin ich richtig stolz auf mich, dass ich nicht zu etepetete bin. Nur eins mag ich nicht: Den Geruch in meinem Zimmer. Aber vielleicht werde ich den noch los.
Nach unserer Ankunft wollte ich mich eigentlich erst einmal duschen, doch wir wurden gleich zum Abendbrot in einem westelichen Restaurant entführt. Es war schon ziemlich lecker. Und irgendwie schafften es die chinesischen Lehrer der Schule, dass ich mich fühlte, als kannten wir uns schon ewig. Es schien alles so natürlich freundlich interessiert. Einfach angenehm.
Und nach dem Essen gingen wir einkaufen, denn Michael hatte kein Kopfkissen und wir brauchten noch Trinkwasser und ein paar Kleinigkeiten. Ich hätte wohl noch eine ganze Menge Sachen gekauft, aber die chinesische Lehrerin, deren Namen ich leider wieder vergaß, kaufte wirklich nur das Nötigste. Möglicherweise lerne ich in den nächsten fünf Monaten die ärmere Seite von China kennen. Denn sie verlangen von uns nicht einmal "konservative Kleidung" zum Unterrichten. Sie meinten zu Michael so wie wir jetzt (er in Shorts und T-Shirt, Ich in Jeans) gekleidet seien, könnten wir auch unterrichten. Na, mal sehen. Morgen werde ich Minnie kennen lernen.
Ach ja, ich wurde innerhalb einer STunde wahrscheinlich drei Mal gefragt, wie groß ich sei. Keine Ahnung.
Und Simon vergaß zwischendurch meinen Namen und nannte mich Easyly (Isili). Und Minnie nannte mich dementsprechend genauso. Irgendwie lustig der Name.
Bis vor Kurzem habe ich mit Simon noch eine Partie chinesisches Schach gespielt. Schon zum Anfang meinte er zu mir, ich sei gleich tot. Von wegen. Am Ende gewann ich mit einem ziemlich hinterhältigen Trick. Er war ziemlich überrascht. Und ich solls niemandem erzählen.
Gute Nacht. mir geht's prima. Ich liebe dich, mon étoil.
4.9.07 17:44


Samstag, 1. September 2007 Foshan erkunden

Ich wachte schon gegen 8 Uhr auf und hatte keine Ahnung, was ich nun so Schönes machen könnte. Also  habe ich mich erst einmal geduscht. Denn schon allein das ist ein lustiges Unterfangen. Wir haben eine Badewanne, welche aber nur zum Duschen genutzt werden soll. Ich werde mich sicher daran halten, denn da möchte ich mich gar nicht reinlegen. Das Problem ist aber auch, dass ich nicht mich zum Duschen nicht hinstellen kann, da die Brause sonst nicht über meine Schultern hinausreicht. Aus dieser Tatsache heraus, entschied ich mich erst normal zu duschen und dann die HAare zu waschen.
Gegen 9 war immer noch keiner von meinen Mitbewohnern wach, also holte ich mir ein bisschen Lektüre, meinen Ipod und legte mich aufs Sofa. Ich glaube erst gegen 10 bequemte sich MIcheal aus dem Bett, sodass ich wenigstens jemanden zum Reden hatte. Doch beide wussten wir nicht wie das nun mit MInnie geklärt war. Irgendwie wollten wir uns treffen, denn den Vortag rief sie an, um sich zu erkundigen, wann wir aufstehen würden. Wir sagten ihr gegen 9 und 10. Simon kam glaube ich gegen halb 11 oder sogar später aus seinem Raum. Er schien nichts geplant zu haben, denn er war die Ruhe selbst. Jetzt gab es erst einmal Frähstück: Ich hatte schon vorher eine Nashi-Birne verputzt, doch jetzt kamen noch drei trockene Toastscheiben und eine Art Dumpling hinzu. Der Dumpling war echt lecker.
Gegen zwölf überredeten wir Simon mit uns irgendwo chinesisch zum Mittag zu essen. Wir gingen in ein kleines Restaurant gleich in unserer Nähe. Ein großer Unterschied zu Peking ist schon einmal, dass man hier in jedem Restaurant soviel Tee wie nötig einfach zu jedem Gericht dazu bekommt. Doch das wird wahrscheinlich so sein, weil die Kantonesen grundsätzlich alles, was sie dann zum Essen benötigen, erst einmal abwaschen. Das heißt: Tee in die Reisschüssel, Chopsticks dazu und dann abwaschen. Fertig? Dann kommt der Tee in eine große Schüssel und wird wahrscheinlich weggeschüttet.
Nach dem Mittag machten wir uns ins Stadtinnere zum Shopping auf. Nun weiß ich endlich, warum Lavinia sich über unsere deutschen Shoppingmalls kaputt gelacht hat. Erstens sind gibt es meistens 6 Stockwerke und eine riesige Auswahl an Kleidung. Ich glaub, hier werde ich noch arm. Dann trafen wir Minnie, mein Buddy (Ansprechperson). Sie ist auch Lehrerin an der Schule und wird mich am Montag mit ihrem Motorroller abholen. Ich freue mich irgendwie jedes Mal wieder, wenn ich jemand neues kennen lerne. Die sind alle so nett. Und stellen mir immer die gleiche Frage: Wie groß bist du?
Zu viert sind wir ungefähr bis 16 Uhr zusammen durch die Gegend geschlendert und haben uns schön unterhalten. Der Foshan-Straßenverkehr ist ebenso gefährlich wie der Beijinger. Aber hier gibt es unzählige kleine irre Rollerfahrer.
ZUrück zu Hause, schaltete Simon erst einmal den Fernseher an. Der läuft bei ihm eh irgendwie die ganze Zeit. Hier gibt es auch einige englischsprachige Sender, aber irgendwie sind die trotzdem komisch.
Am Abend kam Michael mit ein paar bekannten Leuten aus Beijing nach Hause. Sie wollten gemeinsam in eine Bar und Simon sollte ihnen helfen. ZU der Zeit telefonierte ich gerade mit mon étoil und plötzlich war ich allein zu Haus. Ich dachte ja, dass wenigstens Simon wieder zurück kommt, da er zu mir meinte, er mag Bars nicht, aber nein, ich war ganz allein und totmüde. Also ging ich schließlich ins Bett.
4.9.07 17:44


Sonntag, 02. September 2007  Going for a walk

Als ich heute gegen 10 Uhr morgens aus meinem Zimmer kam, stand ich vor einem Mann und einer Frau, die ich nicht kannte. Nein, ich war nicht im falschen Haus, das waren einfach nur die Vermieter, die den Schlüssel für den Fahrradraum brachten. Die konnten kein ENglisch, ich kein chinesisch, also haben wir uns irgendwie mit Händen und Füßen unterhalten. Sehr lustig.
Michael verschwand gleich wieder zu David und Simon bequemte sich halb 12 aus dem Bett. Für mich ist das ja schon fast wieder Mittagszeit, doch keiner hatte Hunger. Mein Mittag bestand demzufolge aus trockenem Toastbrot, ein paar Crackern und Keksen und einer Nashibirne. Dann ging Simon wieder ins Bett, da er irgendwie halb 8 mit seinen Freunden frühstücken war. Also hatte ich Langeweile und rief mal zu Hause an. Wer mich mal anrufen möchte: 0086075782224035
Gegen 3 hatte ich Lust auf einen Spaziergang und so machte ich mich auf das Viertel zu erkunden. Ich kam mir sehr beobachtet vor. Alle schauten mich an. Und dann entdeckte ich eine kleine Markthalle, wo ich mir sogleich eine Cheremoya, Pomelo, einen Granatapfel, ein paar Tomaten, eine Gurke und eine Aubergine kaufte, mit dem Hintergedanken heute mal Abendbrot zu kochen. Doch so einfach kochen, das ging in der Küche schlecht. Demnach hab ich mich erst einmal ans Saubermachen gewagt. Unter einem schimmelnden Küchenbrett gab es sogar Miniraupen. Die habe ich aber Simon wegmachen lassen. Er meinte zu mir, dass ich die Küche aufräume sei der Grund, warum er Mädchen mag. Darauf versuchte ich ihm klarzumachen, dass das eine einmalige Sache war. Schließlich koche ich lieber, als dass ich stundenlang mit einem Lappen durch die Gegend renne. Ich habe das erste Mal in meinem Leben mit einem Wok über dem Gasherd Nudeln mit Gemüse und Ei ge/kocht/braten/gart... Das macht ziemlichen Spaß, aber die Nudeln schienen zum Braten nicht geeignet zu sein, denn sie pappten zu leicht am Wok an.
Zum Nachtisch wurde die Pomelo geschlachtet, während ich mich meiner Stundenplanung für Morgen widmete. Ich bin schon ganz aufgeregt, wie ich wohl meinen ersten Schultag als Lehrer an einer richtigen Schule mit 50 Schülern in einer Klasse meistern werde. Hoffentlich klappt das. Und wir sollen als Europäer zwei Sätze auf Chinesisch lernen, damit wir die Lehrer bei einem Meeting überraschen können. Ich hab mir etwas von Simon in Pinying aufschreiben lassen. Aber auswendig kann ich das noch nicht.
Hoffentlich kann ich vor Aufregung schlafen. Schließlich muss ich gegen 6 Uhr aufstehen. Also fein ins Bettchen.
Gute Nacht.
4.9.07 17:45


Montag, 03. September 2007 Erster Schultag

Mein Morgen begann mit einer neuen Erkenntnis: eine riesige Kakerlake neben meinem Bett IST einfach mal eklig. Brrr. Ich bekomm immer noch eine Gänsehaut. Es ist zwar meine zweite Begegnung dieser Art, aber die erste war nicht drei Zentimeter groß, sondern sah eher wie ein gewöhnlicher Käfer aus.
Zunächst dachte ich, das Vieh sei tot, da es auf dem Rücken lag. Doch dann fing es an seine Beine und Fühler zu bewegen. Doch selbst, als ich gegen 17 Uhr von der Schule zurück kam, lag sie noch so da. Und bewegte sich wieder. Da hab ich Simon gerufen, der sie kurzerhand zertrat. Das hat so ein ekliges Geräusch gegeben, dass ich echt aufschrie. Mich ekelt vergleichsweise wenig an, aber wenn dann richtig, denn meine Phantasie ist einfach zu sehr entwickelt. Ich stell mir alles bildlich vor und habe mir auch schon ausgemalt, wie diese Kakerlake wohl in diese Position kam. Meine Lösung: Sie wollte das Bett hinaufkriechen, ist aber wieder hinuntergefallen. Können diese Biester auf Betten klettern? Ich hab voll die Panik. Denn Kristina hat mir in Beijing erzählt, dass, wenn man eine zertritt, das nächste Mal ganz viele kommen, weil sie das Blut riechen. Uah...Nachdem Simon sie zerknackt und auf den Bauch gedreht hatte (iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiih), kickte er sie quer durch mein Zimmer in die Küche, wo er sie irgendwie in den Mülleimer schob. Eklig. Eklig. Eklig.
Aber kommen wir zur Schule. Wenn man den Kommunismus sonst nicht in China merkt, in der Schule ist er anwesend. Am Schultor wird man mit einem Gruß von mit Scherpen behangenen Schülern begrüßt, die in meinen Augen wie kleine SOldaten agierten. Bis zur Fahnenhisszeremonie wurden Pionierähnliche Lieder gespielt, zu welchen Jerry meinte, er könne jedes Lied mitsingen, weil er als Kind auch damit zugedröhnt wurde. Überhaupt gibt es hier keine Klingel in unserem Sinne, sondern Lieder, die die Stunde beginnen und enden. Mozarts Radetzkymarsch ertönt zum Beginn jeder STunde, Bachs Menuett A Thema kann man am Ende hören. In der zweieinhalbstündigen Mittagspause schlafen die Schüler in ihren Klassenräumen auf Bänken und Stühlen. Ich glaube, das muss ich photografieren, damit ihr mir das glaubt.
Doch zu meinem Unterricht nun. Ich hatte heute nur drei Klassen, alle Klassenstufe 3. Zuerst die 3/1. Dort versuchte ich es das erste Mal mit der Vergabe von englischen Namen. Doch bei 56 Schülern ist das doch schon ein bisschen schwieriger als man denkt. Zum Einen können sich die Schüler selbst nicht einmal die Namen merken, geschweige denn aussprechen oder lesen oder schreiben. Und zum Anderen sah ich nicht mehr wirklich mit meinem SItzplan durch.
Die zweite Stunde bei der 3/4 war noch chaotischer. Denn diese Klasse war gespickt mit kleinen Satansbraten. Ein Junge in der ersten Reihe versuchte ununterbrochen meine Aufmerksamkeit zu erhaschen, indem er bei jeder Frage aufsprang und sich verbog, um bloß aufzufallen. Andere spielten Spielchen. EIner drehte mir den Rücken zu. Und manche wollten keine englischen Namen haben. Letztendlich hatte am Ende jeder von ihnen einen englischen Namen, doch das Problem blieb das gleiche: Sie konnten sie sich einfach nicht merken. Mir gings genauso.
Doch dann kam die Mittagspause und ich hatte genug Zeit, meinen Lesson Plan noch einmal zu überarbeiten. Ich wollte es einfach mit den Namen belassen und brachte den Kindern ein Lied bei. Das klappte ziemlich gut, denn nach ihrem MIttagsschlaf waren einige noch etwas benommen, wachte aber durch meine Aktionen im Lied auf. Nur hatte ich nicht damit gerechnet, dass sie es so schnell lernen, sodass ich aus Zeitgründen das Lied unzählig oft wiederholte. Im Grunde schiein das den Kindern nicht allzu viel auszumachen, doch es gab einige in der Klasse, die saßen einfach nur da. Und die scheinen mich dann auch nicht zu verstehen, wenn ich sie anspreche, sondern starren in die Luft. Was soll ich da machen?
Insgesamt werde ich 21 Klassen in einer Woche unterrichten, allerdings jede Klasse nur einmal pro Woche. Deswegen entschied ich mich jetzt gegen Namengebungen und überlass dies der Zeit. Dann habe ich auch noch die Themen der einzelnen Units bekommen, wobei es meine Aufgabe ist auf eher unkonventionelle Art die Stoffgebiete so zu wiederholen, dass die Kinder bestimmte Keyphrases bestens benutzen können. Also habe ich mir für die Dritten Klassen für Morgen ein mit Spielen gespickten Lesson Plan zum Zahlen lernen/wiederholen einfallen lassen. Hoffentlich ist das nicht zu schwer. Mal sehen. Und was ich mit meiner ersten fünften Klasse Morgen mache weiß ich noch nicht. Das Thema ist Party, aber wie genau ich das angehe, entscheide ich in meiner Freistunde.
Unterrichten ist so anstrengend.
Gute Nacht.
4.9.07 17:45


Dienstag, 04. September 2007 Unglückstag

Ja, heute Morgen ging so einiges schief. Zuerst war ich irritiert, als Simon mir erklären wollte, dass ich den Bus zur Schule nehmen könnte, dies aber zur Zeit nicht geht, weil die Straße gebaut wird. Er schien mich einfach nicht zu verstehen, als ich fragte, ob er mir die Schuladresse geben könnte, damit ich ein Taxi nehmen könnte. Er fing immer wieder vom Bus an. Naja. Wir wollten 7.15 Uhr loslaufen. Simon kam 7.20 Uhr aus seinem Raum und erwartete nun, dass alles losgehen könnte. Ich war total verwirrt. Also liefen wir wahrscheinlich gegen halb los, bis ich bemerkte, dass ich Mimo, mein Unterrichtsmonster zum Zahlen lernen, vergessen hatte. Also durfte ich noch einmal zurück laufen. Da Michael und Simon zum anderen Campus mussten, teilten sich unsere Wege. Und obwohl Simon mich mehrmals fragte, ob ich den Weg zu meinem Campus wüsste, und ich ihm merhmals antwortete, dass ich es nur ungefähr erahnen könnte, durfte ich losstieflen. Immer geradeaus. Doch als ich zum Kino kam, schien es nur das links oder rechts zu gehen. Am Nachmittag stellte ich dann fest, dass es eben nur so schien. Demnach ging ich rechts und meine Odyssee durch die Straßen Foshans begann. Auf der Sucher nach meiner Schule war ich weniger auf den STraßenbelag konzentriert, sodass ich irgendwann längs auf dem Gehweg lag. Dieser Sturz hatte jeweils einen Schlitz an jedem Hosenbein in Kniehöhe zur Folge. Nun war ich ein durchgeschwitzter, in kaputten Hosen durch die Gegend irrender Ausländer. Irgendwann, als ich am riesigen Supermarkt vom Freitag ankam, versuchte ich einen Polizisten zu fragen. Ob er mich wegen meines Schluchzens oder wegen meiner Aussprache nicht verstand weiß ich nicht. Doch Glück im Unglück führte mich nach ungefähr 45 Minuten Irren zu meiner Schule. Klitschnass vom Laufen und verzweifelt, ging ich schnurstracks zu Candy, bei welcher ich erst einmal in Tränen ausbrach. Schließlich war ich viel zu spät, hatte eine zerrissene Hose und sah einfach mal unmöglich aus. Doch sie sah das alles ziemlich gelassen, brachte  mich erst einmal zur Schuldoktorin, welche meine Schürfwunden verarztete, dann sorgte sie dafür, dass Jerry mich nach Hause fuhr, damit ich die Kleidung wechseln konnte und schließlich regelte sie alles für mich. Da ich ja keine Klasse völlig alleine habe, sitzt eh immer ein Englischlehrer von der Schule drin, und diese übernahmen nun meinen Unterricht.
Mit meinem Unterricht war ich heute ziemlich zufrieden. Heute hatte ich das erste Mal Fünftklässler, eine von Jerrys Klassen, welche ziemlich laut waren. Ich glaub, wenn ich solche Klassen immer unterrichten muss, werde ich ziemlich schnell heiser. Doch meine letzte Klasse war so super. Die haben prima mitgemacht und meine Spiele haben ziemlich gut funktioniert. Jetzt, wo ich die Themen habe, kann ich auch besser meine Stunden planen. Und mit jeder Klasse verbessere ich meine Planung, je nachdem, was eben nicht geklappt hat.
Morgen werde ich fünf Klassen unterrichten, allerdings nur eine dritte Klasse, der Rest ist Fünfte Klasse. Na hoffentlich sind die nicht alle so laut.
Dann habe ich heute meinen Laptop mit in die Schule genommen, um endlich ins Internet zu können. Doch Pustekuchen. Das Internet funktionierte am Anfang nur teilweise, später überhaupt nicht mehr.
Als ich mit meinen Stunden fertig war, ging ich mit Jerry Basketball spielen. Zwar nicht soooo spannend zu zweit, aber man kann sich dabei ganz gut über alles Mögliche unterhalten. Und er versteht mich wenigstens, ohne, dass ich ihm fünfmal etwas erklären muss.
Danach fing es an zu regnen und wir konnten wegen meines Laptops (glücklicherwiese) nicht nach Hause laufen. Und somit wurden wir zu Simons Verabredeung mit den Eltern seiner Schüler (??Ja, klingt komisch) mitgenommen und hatten somit ein wahnsinnig gutes Abendbrot in einem Hotel. Lecker....
Und jetzt bin ich im Bett, unheimlich glücklich darüber, dass ich hier Internet gefunden habe.

4.9.07 17:46


zwar wenige, aber immerhin einige Photios

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Odette kurz vor der Abreise

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Anameli

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Jesica

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Die Pekingoper....ich glaub, die hätte ich als Audiodatei aufnehmen sollen. Das kann man nicht beschreiben. Einfach seltsam.

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Anna vollbepackt

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Mein ZImmer in Beijing

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Mein Zimmer in Foshan

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Das muss am Anfang meiner Reise nach Foshan gewesen sein: Ich schwitze noch nicht

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Mein Haustier

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und nun toter Mitbewohner.... Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii

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von links nach rechts: Simon, Michael, Elisa, Minnie

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Die Sicht aus dem Wohnzimmerfenster...also einem Teil der Fensterwand

 

4.9.07 18:16


Mimo Grade 3

Mimo from the Planet Mimosia (40 min.)

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Aims: Introducing the teacher
Revising/ Learning Numbers
(Revising/ Learning Bodyparts
Revising/ Learning Colours)

Type: Raising Activities

Included Games/Activities: Write on the back
Bingo

Additional: Create your own E.T.

-----------------------------------------------
Lessonstructure:
Introduction:
- My Name is Elisa. I'm from Germany. (drawing on the board)
- My hobbies are ....
- Ask me questions

- I brought a friend with me
- This is Mimo
- He comes from another planet
- He comes from Mimosia
- That's why he doesn't look like you an me

Getting to know Mimo:
- He has got 1 eye; 2 hands; 2 feet; 3 mouths; 4 single hairs; 5 fingers on one hand; 6 toes on each foot; 7 noses; 10 fingers; 12 toes
- He is 8 years old
- He has got 9 sisters and 11 brothers

Mimo loves numbers:
e.g.: eye + mouths = 4; noses - hands = 5; ...

Mimo knows some games, too:
- write numbers on the backs in teams (1 team= all students sitting behind/in front of the first writer)

- Bingo

--------------------------------------------------
advantages:
- good for eliciting
- practices pronounciation
- Mimo looks funny => children like him
- eye/ attention catcher (colourful Mimo)

5.9.07 17:36


Mittwoch, 05. September 2007 Fünfte Klasse

Heute hatte ich fünf Stunden zu unterrichten, vier davon in der fünften Klasse. Man merkt vor allem den Unterschied zur dritten Klasse an der Lautstärke. Es scheint mir je älter die Kinder, umso lauter werden sie auch. Und wenn sogar 60 Kinder laut sind, geht das nicht nur auf die Ohren, sondern auch auf meine Stimme. Ich habe soweiso schon das Gefühl, dass spätestens nach zwei Wochen meine Stimmer erst einmal aussetzen wird. Einen kratzigen Hals hab ich eigentlich schon seit Montag, aber heute hatte ich teilweise schon das Gefühl, dass meine Lautstärke nachließ. Mir wurde schon mehrmals angeboten, mit Micro in die Klassen zu gehen, aber das scheint mir einfach zu unpersönlich. gut, mit 60 Schülern kann man wahrscheinlich sowieso nicht wirklich persönlich umgehen, vor allem nicht bei einer Stunde pro Woche, aber ich möchte meine STimme natürlich rüber bringen.
Ich werde auch ständig gefragt, wie ich diese oder jene Klasse fand, aber eigentlich gebe ich nicht den Klassen die Schuld, wenn etwas nicht klappt, sondern einfach meiner STundenplanung. In dem Sinne ist es mir lieber, dass sie laut sind, aber die Spiele auch mitmachen, als dass sie nur dasitzen und einfach nichts verstehen. Ich mag Unterrichten.
Und heute in der Mittagspause war ich erst mal so geschafft, dass ich mit iPod im Ohr im Büro eingedöst bin. Die anderen Lehrer gehen in irgendeinen Ruheraum. Aber alle bisherigen Versuche von mir, sich zu erkundigen, wo ich diesen Raum finde scheiterten. Zum Beispiel als ich nach rest room fragte, landete ich auf der Toilette. Hmm, da hätte ich auch selbst drauf können kommen. Aber heute versuchte ich es erneut und fragte, wo ich schlafen könne: Im Büro. Naja, mal sehen, morgen gehe ich zum anderen Campus und unterrichte nur fünfte Klasse. Irgendwie ist es schön, dass ich eigentlich nur zwei Lesson plans pro Woche ausarbeiten muss, aber heute Abend hab ich mich ziemlich gelangweilt, weil ich eben nun schon weiß, wie ich die Stunde gestalte. Also hab ich mit Simon mal wieder fernsehen geschaut. Chinesisches Fernsehen ist nicht nur kitschig und irgendwie altmodisch, sondern auch genauso sinnlos wie deutsches.
Also habe ich nach einer anderen Beschäftigung gesucht und sie in einer Geburtstagskarte für mon étoil und eine für meine Mama gefunden.
Joah...und nun habe ich endlich wieder Internet, sodass ich meine heute geschossenen Bilder gleich sofort der Menschheit zugänglich machen kann.

5.9.07 17:37


Bilder von der Schule

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Frühsport für alle

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Der Gang zum Lehrerzimmer

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Mein kleines Reich....naja..eigentlich ist das der Schreibtisch von einer anderen Lehrerin, welche aber zur Zeit im urlaub ist...

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In der Mittagspause= SiestaPhoto Sharing and Video Hosting at Photobucket

Die Tong Ji Primary School

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Der Eingang

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Der Spiegel im Treppenhaus

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Meine Addressen

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In den Topf wird das Mittagesen gefüllt...und die Flasche kennt ihr ja schon...

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Meine Federmappe...Ich find das so lustig... My Name is E-mail. I'm a High Tech Cat.

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Geschafft...aber glücklich

 

5.9.07 17:53


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