Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket
  Startseite
    Alltägliches
    China
    Chinesische Familie
    Chinesisches Wetter
    Chinesisches Essen
    Chinesische Frauen
    Chinesische Männer
    Chinesische Straßen
    Chinesisches Weihnachten
    Lustige Fakten
    Urlaube
    Lesson Plans
    Meine Kurzgeschichten
    angefangene Gedanken
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

    etoil
    strokes-caro
    - mehr Freunde

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket



http://myblog.de/elektronenvolt

Gratis bloggen bei
myblog.de





Tagebuch

Sonntag, 29. Juli 2007 Anreise/ Ankunft in Peking
Ich liege hier gerade in meinem Bett in einer Art Studentenwohnung, die ich mir noch mit zwei anderen Teilnehmern teilen werde. Die dänische Mitbewohnerin ist schon da und die andere wird wohl morgen anreise. Und ich habe Hunger. Das wird wahrscheinlich daran liegen, dass ich gegen 19 Uhr das letzte Mal etwas zu Essen bekam. Und das war koreanisch. Da wir mit Korean Airlines von  Frankfurt/Main nach Seoul und dann von Südkorea nach Beijing geflogen sind hatte ich die Möglichkeit mich dreimal koreanisch zu ernähren. Bloß gut, dass ich in China bin. Denn Seetang mag ja lecker und nahrhaft sein, aber in jedem Essen und auch noch zum Frühstück brauche ich das nicht unbedingt. Zum Glück gab es auf dem Flug nach Beijing etwas Seetangfreies. Interessant an diesem Menü war vorallem dieses nach Pudding aussehende Zeug, welches man mit Sojasoße ist. Am Anfang war ich der Meinung es sei so etwas wie Soja-Flan mit irgendeiner süßen asiatischen Soße.
Als wir schließlich in Beijing ankamen, bemerkten zwei aus unserer Gruppe das Fehlen ihres Reisepasses. Und das ausgerechnet vor dem Einreiseschalter. Doch stießen sie schon beim Gepäckband wieder zu uns mit lila Büchlein in der Hand. Wir mussten drei Formulare ausfüllen, welche wir schon zu Beginn des Fluges bekamen und flugs ausfüllten. Das erste war das Quarantine Formular, wo man einfach alles mit nein beantworten musste. Dann brauchte man die Einreisegenehmigung und schließlich noch das Papier für das Zollamt. Kaum, dass wir das Teach & Travel Company China Team begrüßt hatten ging es auch schon zum Bus. Das Beijinger Klima begrüßte uns gegen 21 Uhr Ortszeit mit herrlichen 29°C feuchtwarmen Graden, welche einem wie eine Wand ins Gesicht klatschten. In minutenschnelle klebten alle Sachen am Körper. Doch eine Frage, die mich immer noch beschäftigt ist: Warum ist Beijing so neblig? Hat es geregnet? Nein. Das ist Smog. Es heißt, selbst am Tage solle die Sonne aussehen wie der Mond.
Doch von der Hitze merkt man in unserer Wohung nichts. Denn die liebe Klimaanlage zaubert angenehme Kühle ins Zimmer. Doch auch das hat so seine Tücken: Denn erstens unterschätzt man dadurch das Beijinger Klima und käme auf die tolle Idee lange Sachen anzuziehen. Und zweitens schlaf ich unter der Klimaanlage, weswegen ich Angst haben, mich zu erkälten.
Die Wohnung hier ist vollkommen okay. Nur das Bad ist gewöhnungsbedürftig. Denn die Dusche ist lediglich eine Brause. Also, sobald jemand sich duscht, gibt's einen Swimming Pool im Haus.

 

2.8.07 14:36


Werbung


Tagebuch

Montag, 30. Juli 2007 Walking around the campus
Auch wenn die Klimaanlage über Nacht von mir ausgeschaltet wurde, hatte ich eigentlich einen guten Schlaf und es war gar nicht so warm beim Aufwachen. Mal überlegen was ich denn heute eigentlich Schönes erlebt habe. Fangen wir mal von vorn an: Also, ich glaube gegen 6 Uhr aufgewacht zu sein, also genau 38 Minuten vor meinem gestellten Wecker. Richtig, ich hatte gar keinen Wecker eingepackt! Aber wozu hat man denn einen iPod? Klar, der hat auch eine Weckfunktion, aber so richtig gemerkt habe ich die nicht. Nach dem Aufstehen ging es zum Frühstück. Aus den Büchern weiß ich natürlich, dass es dreimal am Tag warmes Essen gibt, und Frühstück ist eben eine dieser warmen Mahlzeiten neben Mittag und Abendbrot. Die Auswahl war erst einmal groß, aber farblich irgendwie eintönig weißlich-grau. In der Hoffnung, dass chinesischer Wasser(Milch)reis besser schmeckt holte ich mir als ersten Gang: Eine Schüssel Reisbreipampe mit zwei unidentifizierbaren Fruchtstückchen und eine gefüllte kleine Teigtasche mit etwas Salatartigen. Letztere beiden Gerichte waren sehr lecker, auch wenn sie dafür sorgten, dass ich schon am Morgen Knoblauchgeruch haben werde. Vom Reisbrei werde ich wohl besser die Finger lassen. Ist dann doch nicht ganz so mein Fall. Für dieses ganze Essen habe ich mit Getränk ungefähr einen Euro ausgegeben...obwohl ich mir da auch nicht mehr ganz sicher bin.Anschließend hatten unsere deutsche Gruppe eine guided Tour mit Justin um auf im und um den Campus der Uni herum. Dabei wurde uns erklärt, wo die Computerräume sind (gaaaaaaanz wichtig) und die Waschküche, wo man wohl nur seine Wäsche hinbringen und wieder abholen muss und sonst alles gemacht wird, wo der Unieinkaufsladen ist und an welchem Ort wir unsere Seminare haben werden. Es ist wirklich erstaunlich wie grün und baumreich die Umgebung hier ist. Und die Uni hat sogar Ziegen, damit sie die Nähe zur Natur nicht verlieren.
In einem Supermarkt entdeckte ich dann Kerne, die ich als Melonenkerne verdächtigte. Und da laut Büchern die Chinesen so etwas futtern, hab ich mir die DInger einfach gekauft. Doch vorher noch versuchte ich, die Verkäuferin zu fragen, was das sei. Allerdings sah sie mich nur ungläubig an und schien kein Wort zu verstehen. Und dann gab es schon Mittag. Da wusste man wirklich, warum Chinas Küche so berühmt ist. Sie ist außergewöhnlich vielseitig und lecker. Oh ja. Diesmal hatte ich eine Art warmen Gurkensalat auf meinem Teller. Simpel aber unheimlich gut. Da ich mich irgendwie noch nicht integrieren konnte/wollte wieauchimmer war ich dann ziemlich allein. Und was mache ich so allein im Zimmer? Klar, Schlafen, Lesen, vormichhinträumen. Nicht zu vergessen, dass ich an mon étoil denke. Das sowieso.
Nach dem Schlafen habe ich Harry Potter weiter gelesen. MIttlerweile gibt's schon drei Tote. Und überhaupt war mir zwischen Mittagessen und Abendbrot ziemlich langweilig. Beim Abendbrot saß ich auch erst einmal eine halbe Stunde allein  mit meinen scharfen Bohnen und Hähnchen da und muss wohl ziemlich blöd dreingeschaut haben. Aber eigentlich habe ich nur die Chinesen beim Essen beobachtet. Von wegen die äßen alle mit Stäbchen. Es gab so einige die sich das Essen  mit dem Suppenlöffel einschaufelten. Als dann sich doch noch ein Mädchen aus meiner Gruppe zu mir gesellte holte ich mir einen Nachtisch: dunkelbraune bis schwarze Farbe, Geleeartig wie Götterspeise und mit weißer Soße, die sich aufgrund des Zermanschens auch deutlich verdunkelte. Geschmack: eigenartig, aber immerhin süß. Der Nachgemschack war sehr ungewöhnlich, ein bischen bitter. Justin erklärte mir dann, dass es sich um ein kantonesisches Gericht handle. Er selbst hat es noch nicht probiert, aber es solle sehr gesund sein. Warum auch  nicht? Immerhin richten die Chinesen laut Büchern ihr Essen der Gesundheit nach aus.
Und danach ging ich mit meiner Mitbewohnerin einkaufen: Für ein paar Chopsticks, eine knallgelbe Mango, eine riesige Nashi-Birne, einer Tüte ich glaube Reischips, einer Packung Taschentücher und was zum Trinken bezahlte ich umgerechnet gerade einmal 83 Cent!
Nach dem Einkaufen das Schönste vom Tag: Mon étoil. Ich liebe dich über alles. Jupp, da wurden erst einmal anderthalb Stunden benötigt, um alles zu berichten. Über Skype wurde dann auch noch Laura eingeladen, welche allerdings lieber mit ihren Chatfreunden zu schreiben schien, als sich mit mir zu unterhalten. Demnach verließ ich gegen 22 Uhr den Pc-Raum und begab mich in mein Zimmerchen. Laptop an. Mit Kristin reden. Laptop laufen lassen. Weiter reden. Dann bekam sie Besuch und ich konnte dies hier verfassen. Nun ist es gegen halb 12 und wir gehen fein in die Heia. Gute Nacht.
2.8.07 14:38


Tagebuch

MIttwoch 01. August 2007 Handdy einkaufen
Es ist zwar gerade einmal 20 Uhr, aber ich bin so müde. Denn nach nur dreieinhalb Stunden Schlaf holt sich der Körper schon mal etwas fehlendes zurück. Ich muss schon einmal eingenickt sein, denn ich bin mir sicher, dass es erst noch nicht dunkel war und regnete. Ja, regnet schon den dritten Abend in Folge. Und das sorgt dann für einen sauberen HImmel, sodass man teilweise sogar Wolenstrukturen und manchmal auch die Sonne erkennen kann. Schon allein der zweifachen Verwendung spiele ich mit dem Gedanken, mir einen Regen/Sonnenschirm zu holen. Womit wir  auch schon beim Thema einkaufen wären: Heute konnte man sich für 100 Yuan eine Simkarte abholen. Da mir das Plastikding allein recht wenig bringt, wurde Justin gerufen, der mit mir ein Handy kaufen ging. Ganz kurz und schmerzlos nahm ich das billigste,was sie nur da hatten, schließlich brauche ich weder MP3-Player, noch Kamera. Also wurde es ein Motorola für 299 Yuan. Es funktioniert auch. NUr kann ich keine SMS oder Addressbucheinträge verfassen, da das nur in chinesisch funktioniert. Als Erstes rief ich mon étoil an. Oh ist das schön seine überraschte, wunderschöne noch vom Schlaf etwas tiefere Stimme zu hören! Love Him! Mir schießen die ganze Zeit englische Begriffe durch den Kopf. Denn beim Meeting heute Vormittag in der Sporthalle wurde die Regel erlassen, während des Unterrichts nur Englisch zu sprechen. Und eigentlich gibt es nur einen Ort, an welchem wir unserer Muttersprache nachgehen dürfen: Die Wohnung. Na, haha. Soll ich mit dem Bettlaken deutsch sprechen?
Am NAchmittag ging ich mit sieben Britinnen ein bisschen spazieren. Oder wie soll ich es bezeichnen? Sie schienen eine stets der anderen zu folgen, ohne wirklich eine Idee zu haben, wohin sie wollten. Nachdem wir zum zweiten Mal an einer Kreuzung standen, zeigte ich ihnen den WEg zum großen Shopping-Centre, in der Hoffnung. vielleicht ein bisschen etwas zu erstehen. Das konnte ich ja wohl vergessen. Auf den Vorschlag hin, uns zu teilen gingen sie nicht ein, was also hieß eine Masse von acht Mädchen rennt einmal im Kreis auf der Ebene, um sofort zur nächsten zu fahren. Ich hätte so schreien können. Die liefen immer weiter und weiter, ganz egal, ob sich irgendwer für irgendwas interessierte. Nächstes Mal geh ich wohl besser allein, oder höchtens zu zweit.
Doch dann schossen sie es ja ab: Ich habe mich ernsthaft gefragt, ob die mich verarschen wollten: Dass man überhaupt so langsam laufen kann grenzt ja schon an ein Wunder. Ich tippelte in kleinsten Minischritten vor mich hin und musste dennoch ständig warten. Die kamen einfach nicht vorwärts. Und als wir dann doch an der Uni ankamen, fragten sie mich, ob ich mit Essen kommen möchte. Danke Vielmals, aber ich hab dann doch nicht so viel Hunger.
2.8.07 14:46


Bilder!! von China!!


Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

2.8.07 15:18


Ni hao

Huhu....joah..ich komme gerade von einem wahnsinnig tollen Ausflug in eine Jadefabrik, zu den Ping-Gräbern, einer anderen Fabrik, der Chinesischen Mauer und dann noch zur "5th Avenue von Beijing", wo ich mir für umgerechnet 14 Euro zwei Jadearmbänder holte....Bilder und Tagebücher versuche ich Morgen hochzuladen...aber das kann eine ganze Weile dauern, da ich heute allein schon 140 Bilder geschossen habe....viele liebe Grüße

eV 

5.8.07 17:24


Donnerstag, 02. August 2007 Endlich Unterricht

Da ich erneut nicht richtig schlafen konnte, habe ich bis irgendwann in der Nacht Harry Potter weiter gelesen. Ich bin schon richtig weit. Aber dafür war ich dann auch dementsprechend müde. Und das dann, wenn wir endlich Unterricht haben. Ich bin jetzt in der Klasse A, meine Klassenleiterin ist Laura und ich soll jeden Tag neben jemand anderen an einem anderen Ort sitzen. Klingt sehr lustig. War es auch. Um 9 Uhr begann der Unterricht im Raum 516 (jaaaa, das ist gaaaaaaaanz oben *schwitz*), dessen Klimaanlage zunächst protestierte. Zuerst saß ich neben Ronja, doch dann wurden alle so gemischt, dass keine gleichen Landsleute nebeneinander saßen. Also lernte ich danach Jessica aus Mexico kennen. Ich mag sie. Die ist echt lustig. Überhaupt sind die Mexicaner immer total nett zu mir und freuen sich jedes Mal, wenn ich ihnen nur über den Weg laufe. Schon fast wie die Chinesen. Nein, das war nicht böse gemeint, ich find das total schön. Während des Vormittagunterrichts lernten wir eine ganze Menge verschiedener Sachen zu den Themen Classroom Management, Vocabulary und überhaupt, wie man das Eis mit Warmers zum schmelzen bringt. Sehr spaßig. Da Laura erst 28 ist hat sie diese natürliche Frische und es macht echt Laune, ihr nur zuzusehen. Ich bin ja mal gespannt, ob mein Enthusiasmus auch die ganze Zeit hierbleibt.
Mittag aß ich irgendwie allein. Also ist das nicht erwähnenswert. Und dann hatte ich gleich meine erste Mandarin-Stunde. Anstrengend. Sehr anstrengend. In allen Büchern, die ich zu China gekauft hatte, stand, dass Mandarin eine der simpelsten Sprachen überhaupt sei. Vielleicht trifft das auf die Grammatik zu, aber sicher nicht auf die Aussprache. Da hilft einem auch das Pinying nicht mehr weiter. Ich hab erst meine Hausaufgaben gemacht, indem ich erst sechs Seiten die vier Tonlagen betreffend durchging und dann mir das nächste Arbeitsblatt durchlas. Doch ich wusste einfach nicht mehr, wie man die Frage nach dem Alter ausspricht. Hmm. Überhaupt hört sich Chinesisch eher wie ein Singsang an. Schon als wir die vier Tonlagen nachsprechen sollten, fühlte ich mich wie im Musikunterricht. Maaaaaaaaaaaaaaaaaaaa. Das Pinyingalphabet hat übrigens 21 Konsonanten und 36 Vokale, die man alle richtig aussprechen soll...Danach war ich erst einmal so fertig, dass ich ein kleines Mittagsschläfchen brauchte. Allerdings waren mir nur 15 Minuten vergönnt, weil schon dann die nächste Unterrichtseinheit begann. Ich dachte, die geht nie zu Ende. Ich konnte mich kaum konzentrieren, weil mir beinahe die Augen zu fielen. Und dann mussten wir schon wieder die Plätze tauschen, sodass ich neben Jenny aus Schweden saß. Irgendwie war sie komisch. Naja. Morgen kann ich wieder woanders sitzen. Dann war Self-Study angesagt, wobei ich da schon nach einer halben Stunde oder so gegangen bin, um mich noch einmal vorm Abendessen kurz aufs Ohr zu hauen. Hoffentlich wird diese zusätzlich Naptime nicht wieder von meinem Hauptschlaf heute Abend abgezogen. Sonst bleibe ich womöglich noch in diesem seltsamen Rhythmus drin.
Zum Abendessen ging ich allein und kam zu zweit wieder. So in der Art zumindest. An dem Schalter wo ich mir diesmal mein Essen holte, wurde ich gefragt, ob ich Reis dazu haben möchte. Da die Frage auf Chinesisch war, habe ich es natürlich nicht verstanden. Aber neben mir stand ein chinesischer Student, der es mir ins Englische übersetzte und schon hatte ich einen Tischnachbarn gefunden. Ich glaube, wir haben fast über eine Stunde dort gesessen und gegessen und gequatscht. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, muss er irgendwie einer der Eliteschüler hier sein und studiert irgendwas mit International Trade. Dann gingen wir noch zum Volleyballfeld, wo die Deutschen spielten. Eigentlich hatte mich Julian eingeladen zu kommen. Aber ich war eben über eine halbe STunde zu spät. Gegen halb 8 versuchte ich meinem chinesischem neuen Bekannten verständlich zu machen, dass ich gehen muss. Doch er schien ziemlich enttäuscht. Vielleicht war ich zu direkt. Aber am Ende machte er mir fast Angst, denn er wurde regelrecht aufdringlich. Wollte, dass ich jetzt und sofort mit ihm Tischtennis spielen gehe und statt in den PC-Raum zu ihm kommen solle, um von seinem Laptop aus mit mon étoil zu skypen. Nein, dass musste ja nun nicht sein. Also, verabschieden, damit ich pünktlich um 8 mit meinem wunderschönen mon étoil telefonieren kann. Kaum angemeldet, überraschte mich mein Pa. Er hat jetzt auch Skype. Lustig. Jetzt habe ich immer, wenn ich in den PC-Raum gehe, eine ganze Menge zu tun. Und dann wurde mein Blog aktualisiert. Mit Bildern ausgestattet. Und mon étoil half mir dabei. Best star on the world. Gute Nacht...wanshanghao...
6.8.07 14:09


Freitag, 03. August 2007 "I gotta peeee"

Eigentlich hatte ich nicht wirklich Lust meine Augen von Harry Potter zu nehmen, vor allem so kurz vorm Schluss. Bisher sind 7 Leutz gestorben!!! Das ist so grauenhaft!: Hedwig, Mad-Eye Moddy, Snape, Fred, Remus Lupin und seine Frau Tonks. Schnief.
Aber gerade kam Kristin von der Bar zurück. Sie ist ziemlich angetrunken, aber lustig. Dazu muss man noch sagen, wir haben gerade kein Wasser mehr. Nichts. Also, wie macht man das so mit der Toilette? Keine Ahnung. Sie kam hier rein und meinte: I gotta pee. Und lachte sich fast tot, als ihr mitteilte, dass kein Wasser da ist. Und dann ging sie eben einfach aufs Klo und meinte, jetzt ist die Toilette voll. Na, schön. Ich musste vielleicht auch aufs Klo. "Pee on the lawn!". Das tat ich dann echt. Peinlich, peinlich.
Aber eigentlich war der heutige Tag wieder einmal ganz schön vollgepackt. Wir hatten heute Liz, eine andere Lehrerin in der ersten Stunde und nun weiß ich, was Chinesen unter "Gesicht verlieren" verstehen. Kann ich nach dieser Unterrichtsstunde voll und ganz nachvollziehen. Ich mag sie nicht wirklich. Aber die Mandarin-Lehrerin, die viele zu unflexibel finden, mag ich wieder. Man muss nur die Logik der chinesischen Sprache verstehen und mitbekommen, was sie von einem erwartet, dann klappt das auch. Und mittlerweile kann ich neben Hallo, Danke und Wie geht es dir auch nach Namen fragen und meinen nennen. Und die Zahlen merke ich mir auch nach und nach. Chinesisch ist wie Singen, man muss nur die richtigen Töne treffen und das Gefühl für die Sprache entwickeln. Trotzdem brauche ich wahrscheinlich noch sehr sehr sehr viel Übung.
Und dann habe ich den Chinesen von gestern wieder getroffen. Ich weiß nicht mal wie er heißt. Aber ich hatte heute nicht wirklich Zeit für ihn. Denn nach dem Abendbrot ging ich mit Ronja zum großen Einkaufszentrum, wo ich mir endlich eine Umhängetasche kaufte. Neben einer Brotbüchse, Stiften und einer Pitahaya (keine Ahnung, ob das so geschrieben wird). Danach haben wir noch den Unimarkt geplündert: Minimangos (lecker!), Nashi-Birne, grüne kleine Früchte, die ich nicht kenne, Getränke und ein Eis. Und Morgen werde ich dann wahrscheinlich einen Großeinkauf starten, denn am Sonntag werden die Karten eingesammelt, mit denen wir in der Mensa und im Campus-Markt bezahlen können. Von 350 Yuan habe ich noch ungefähr 200 übrig. Und maximal 100 kann ich an einem Tag ausgeben. Also Morgen und Sonntag Großeinkauf, vor allem, weil wir die Karten bis MOntag Mittag nicht wieder bekommen können. Das heißt, Verpflegung für den Trip zur Chinesischen Mauer am Sonntag ebenso einplanen, wie Frühstück für Montag.
Ich habe heute eigentlich noch versucht mon étoil zu erreichen. Doch er schien schon auf dem Weg nach Weimar gewesen zu sein. Dort findet wieder mal ein Clantreffen statt. Ich hoffe, dass es ihm dort gut geht. Je t'adore mon étoil, tellement. Aber ich konnte dein auf meinen Stick gezogenes Blog nicht vollständig lesen. Vielleicht geh ich im Laufe des Wochenendes noch einmal online, um mit Papa zu telefonieren. Oder meinem kleinen Schwesterchen.
Gute Nacht.
6.8.07 14:09


Freitag, 04. August 2007, KTV: Karaoke

Gerade kommen wir von der Karaokebar nach Hause. Obwohl, eigentlich nicht alle. Ein großer Teil, darunter auch mal wieder Kristin, wollte noch weiter in einer anderen Bar rumlungern. Ich bin ja mal echt gespannt, wie die Morgen auf der Chinesischen Mauer stehen. Karaoke war wirklich sehr lustig. Ich hab zwei Liedchen geträllert, zum Glück aber nicht allein. Zuerst gab ich zusammen mit Anna "The Lion sleeps tonight" zum Besten und danach mit einer ganzen Menge anderen "Auld Lang Syne". Manche gingen so richtig ab, was sicher auch am Alkohol lag.
Ansonsten hatte ich heute wieder Mandarinunterricht und weiß nun was Zahnpasta (ya gao), Wasser (shui) und ach vergessen...heißt. Und wir haben gelernt, wie man chinesisch schreibt. Meine heutige Banknachbarin ließ ich die ganze Zeit darüber aus, dass es ja so sinnlos sei die Zeichen zu lernen, wenn wir nicht sprechen können, dass unsere Mandarinlehrerin nicht auf uns eingeht...blablabla...ich mag meine heutige Nachbarin echt nicht. Die ist erstens viel zu negativ eingestellt, glaubt wohl, nur weil sie um einiges älter als der Rest der Klasse ist, alles zu wissen und sie ist laut. Zu laut für mich. Ich denke ständig sie sei eine Deutsche. Vom Verhalten und den Erzählungen her könnte das glatt passen. Aber ich glaube sie ist Dänin. Sicher bin ich mir nicht. Und an irgendjemanden erinnert sie mich. Das machen hier irgendwie eine ganze Menge Leute. Schon beim ersten Treffen in Frankfurt fielen mir so viele markante Gesichter auf. Eine hat die Gesichtszüge ähnlich wie Heidi Klum und eine andere wieder sieht wieder bekannt aus....und so weiter. Übrigens, Chinesen sehen nicht alle gleich aus. Es gibt mindestens so viele unterschiedliche Chinesen wie Europäer. Jeder von ihnen hat seinen eigenen Stil. Und es gibt sigar dicke Chinesen. DIe sind zwar sehr selten, aber sie existieren.
Was gibt es noch Schönes zu sagen? Hmm...das erste Assignment steht an. Das ist so eine Kontrollartige Hausaufgabe zu einem bestimmten Themengebiet. Dieses Assignment handelt mit Vokabeln. Wie stelle ich neue Vokabeln vor? Welche Tricks gibt es, damit die Schüler sie sich besser einprägen? Welche zusätzlichen Informationen sind notwendig, um die gelernten Vokabeln auch richtig anzuwenden? und und und. Es macht mir echt Spaß solche Aufgaben zu lösen. Deswegen habe ich mich auch gleich nach dem Unterricht hingesetzt und das ganze angefangen. Ist sogar ziemlich kreativ solch eine Art Lehrplan aufzustellen. Hoffentlich mache ich das nicht wieder zu kompliziert. Aber glücklicherweise ist kein Level direkt vorgegeben. Denn mit Primary-Level kann ich echt nur wenig anfangen. Das ist mir zu wenig. Am liebsten steck ich soviel Arbeit rein, wie nur möglich. Ich fühl mich zu Zeit so richtig angespornt. Schließlich habe ich meinem mon étoil versprochen mein Bestes zu geben. Auch deswegen mach ich brav und fein und ordentlich meine Hausaufgaben und spreche abends laut das Mandarinzeugs vor mich hin. Gut, heute vielleicht nicht mehr, da wir Morgen eh einen großen langen Ausflug und keine Schule haben, aber mal sehen.
Da es schon 7.30 in der Früh losgeht, muss ich jetzt echt in die Heia. Ich bekomm langsam ein kleines bisschen Heimweh. Ist aber noch zu verkraften. Ich brauch deine Lippen, mon étoil..........
6.8.07 14:10


Sonntag, 05. August 2007 Expedition

Heute war einfach ein schön voll gepackter Tag. Angefangen hat er mit dem Treffen halb 8 Uhr morgens. Da ich aufgrund einer Sehnsuchtsattacke meines mon étoils nur an die viereinhalb Stunden Schlaf hatte, war der Tag schon ziemlich anstrengend. Unser erstes Ziel war die Jadefabrik. Ich habe vorher noch nie Jade gesehen. Das ist ja so ein wunderschöner Edelstein. Ich find Jade sieht aufgrund seiner natürlichen Farben (rot, gelb, grün, weiß nicht unmenschlich teuer, sondern einfach nur sehr hübsch aus. Ich, die ja sonst keinen großen Schmuck tägt, hätte mich am liebsten mit sämtlichen Ketten und Armreifen eingedeckt. Nur war das alles so teuer. Schon irgendwie etwas frustrierend. Aber was will man in einer Fabrik erwarten?
Danach stiegen wir wieder in den Bus (Ich war in der Nr.1) und fuhren zu den Ping-Gräbern. Das war eine riesige Anlage zu Ehren der chinesischen Kaiser, glaube ich, denn so richtig habe ich die Einleitung der Reiseleiterin nicht verstanden, da ich zwischendurch eingedöst bin. Aber diese Gräber (Ich hab nicht mal wirklich eins gesehen?) hatten wunderschöne, eben typisch chinesische Gebäude. Und Statuen. Einfach der Charme des Ganzen ist unvergleichlich. Ich bin aber auch der Meinung, dass Einiges durch die Pflanzen hervorgerufen wird. Denn in Beijing im Allgemeinen gibt es eine wunderschöne Bepflanzung entlang den Hauptstraßen. Hätte Mama nicht so ein Interesse in Pflanzen, ich glaube, das wäre mir nie aufgefallen. Hauptsächlich wird Wachholder, Buchsbaum und Rotdorn (?) verwendet. Aber das mit einer Formenvielfalt und Kombinatorik, das ist simpel und genial zugleich. Ich frage mich, ob das überhaupt noch jemand hier bemerkt hat.
Wieder einmal zurück im Bus hatte ich Hunger und aß all meine Vorräte auf (das war eine ganze Menge: Pfirsich, mit Schokolade gefülltes Hörnchen, Tomatencracker....wars das echt schon?). Danach fuhren wir ins Restaurant. Das war aber nur mamabubu (so lala). Denn das war voll das Touristenrestaurant! Es gab Messer, Gabel, Löffel, Pommes, Ketchup, Majo und Kuchen auf amerikanische Art. Ich fliege doch nicht Ewigkeiten um in China Pommes mit Messer und Gabel zu essen! Also nahm ich dieses chinesische Zeug, das allerdings auch schon westlich angehaucht zu sein schien. Denn man konnte erkennen, was man ist. Ich war entgegen der allgemeinen Meinung, enttäuscht. Die Briten freuten sich über Fish & Chips und fast alle aßen mit Messer und Gabel. Ich liebe Chopsticks! Die sollte man überall einführen! Emanzipiert die Chopsticks!!! Nieder mit Messer und Gabel!! Der Löffel ist viel zu nötig. Denn Suppe mit Stäbchen essen muss nicht sein.
Egal, wie auch immer. Dann kam der touristische Höhepunkt des Tages: The Great Wall, die chinesische Mauer. Ich naives kleines Ding habe doch echt geglaubt, dass die chinesische Mauer sich an den Bergen entlangschlängelt und schön eben verl-uft, sodass man selbst mit dem Rad darauf eine Tour machen könnte. Pustekuchen. Die Steigungen dort waren schon sehr heftig. Wenn ich mir vorstelle, vor 2000 Jahren als Soldat dort Patrouille laufen zu müssen, ich hätte jede halbe Stunde einen Schichtwechsel gebraucht. Aber anstrengend waren auch die ganzen Händler da. Die waren nicht nur einfach aufdringlich, die konnten auch noch teilweise Englisch, wodurch sie automatisch schwerer abzuwimmeln waren. Kaum stiegen wir aus dem Bus aus, kamen uns schon an die vier, fünf Frauen fast in den Bus gestürmt, um Regenponchos und Mützen zu verkaufen. Aber ich lernte schnell: Einfach weiter gehen. Ignorieren. Aber die preisen auch eine Menge sinnloses Zeug an: Mao Zedong Uhren, Mao Zedong Mützen, Kitsch en gros und komischen Pullover: I have climbed the Great Wall. Das hört sich an, als ob man dort Schlang stünde, um irgendwie die Fassade hinaufzukommen. Wir hatten an die zwei Stunden Aufenthalt dort. Und als es ums Aufbrechen ging, saßen wir, die exotischen Europäer, gemeinsam herum. Da kam eine chinesische Frau, die ihr Kind zu uns schob. Das Kind hatte schon Tränen in den Augen und versuchte sich mit aller Kraft gegen den Fotowillen der Mama zu stellen. Doch die war stärker.
Als nächstes ging es zum Abendbrot ins Restaurant. Ich liebe Restaurantbesuche. Vorallem hier in China, wo so viele verschiedene, undefinierbare Speisen aufgetischt werden, dass man entweder mutig sein muss oder verhungert. Ich probiere gerne. Doch der Rest des Tisches an dem ich saß, tat das wohl nicht. Denn das merkwürdigste (etwas weißes glibbriges, wir dachten schon es sei Qualle...aber eine richtige Antwort gab es nicht) wurde von mehrerin einfach wieder ausgespuckt. Ich fands lecker. Sowieso. Und dann hatten wir die Chance auf den Food-Market zu gehen, wo es Grillen und Kakerlaken und solche Getier gibt. Aber leider bog ich in einen Juweliermarkt ein, ausdem ich nicht mehr so schnell rauskam, denn ich hatte mir zwei Jadearmbänder machen lassen. Deswegen saß ich mehr als eine halbe STunde vor den hübschen, netten Chinesinnen, die mir nach meinem Wunsch je ein gelbes und ein grünes Jadearmband für umgerechnet insgesamt 14 Euro knüpften. Das war echt schön, nur eben zeitaufwendig. Aber ich werde auch noch Libelle und Skorpion kosten! Bestimmt.
"Du schläfst neben mir ein, ich könnte dich die ganze Nacht betrachten....hast es wieder mal geschafft mir den Atem zu rauben....Du bist das Beste, was mir je passiert ist....Ich sags dir viel zu selten: Es ist schön, dass es dich gibt!" Ach,mon étoil, mein kleiner, wunderschöner Panikmacher. Ich bin nicht tot, nur weil mein Handy auf meinem Nachttisch ruht während Frauchen Beijing unsicher macht. Hey....ich vermisse dich auch, sehr...Was wollt ich gleich noch schreiben? Ach ja....heute habe ich mit meiner Familie, mon étoil und "meinem Chineses" telefoniert. Das waren insgesamt zwei Stunden Internet. Aber zuhause ist das ja Standard, nicht Laura? Ich hab mir überlegt, dass ich erst einmal das Halbjahrsprogramm mache und dann ein bisschen rumreise, sodass ich vielleicht gegen April oder Mai schon wieder zu Hause bin. Das hat mehrere Vorteile: Ich habe noch Zeit China ein bisschen auf meine eigene Faust zu erkunden, bin eher wieder zu Hause, kann mich von zu Hause für Jena bewerben, mich um alles Nötige rechtzeitig kümmern und überhaupt...
Gute Nacht.
6.8.07 14:11


Bilder

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Was die Chinesen alles auf ihrem Fahrrad transportieren...

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Ronja und ich an dem ping-Gräbern....

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Das sind Jade-Drachen...ja, es gibt auch rote Jade...

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Ich liebe Drachen....vorallem, weil ich ja ein Feuer-Drache bin...

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

die chinesische Mauer bei Nebel

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Ich war dort: auf der chinesischen Mauer...juppp

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Meine drei lieben Mexicanerinnen....

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

hier wird mein Jadearmband gemacht...vor meinen Augen....toll

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

und soooo viele verschiedene Jadeperlen gibt es...wunderschön

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Der Eingang zur verbotenen Stadt mit dem bisher einzigen Portrait Mao Zedongs...

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Wieder einmal ein Drache...

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Die Verbotene Stadt

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Hier haben wir heute Mittaggegessen...echt chinesisch...und einfach lecker...

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Diese Nudeln waren soooooo wahnsinnig lecker....

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Der Campus

6.8.07 15:30


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung